Drastischer Handwerkspräsident Kentzler will Unfallschutz für Schwarzarbeiter abschaffen

Der Schwarzarbeit will Handwerkspräsident Otto Kentzler mit einer drastischen Maßnahme beikommen. In einem Interview fordert er, den Unfallschutz für nicht angemeldete Beschäftigte abzuschaffen. Die legalen Beschäftigten wollten die illegalen Arbeiter nicht mehr mitfinanzieren.

Hamburg - Dass auch illegale Leih- und Schwarzarbeiter gesetzlich unfallversichert seien, sei "der Gipfel der Absurdität", erklärte Kentzler der "Bild am Sonntag". Die Regierung müsse so schnell wie möglich handeln und die Unfallkassen entsprechend reformieren. "Wir wollen unsere illegale Konkurrenz nicht länger finanzieren", erklärte der Präsident des Deutschen Handwerks.

"Wenn durch einen Unglücksfall zum Beispiel auf dem Bau Behandlungskosten entstehen, müssen diese von den Berufsgenossenschaften übernommen werden - bis hin zu Reha oder Rente", erklärte er. "Damit muss Schluss sein." Denn die Berufsgenossenschaften würden von den gesetzestreu arbeitenden Betrieben finanziert. Im Baugewerbe sei die legale Beschäftigung immer weiter eingebrochen. Gleichzeitig seien die Beiträge der Unfallkasse auf ein Vielfaches des Durchschnittsbeitrags aller Branchen gestiegen.

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