Dresdner Bank Nur Tausend gehen freiwillig

Die Entlassung von 4700 Mitarbeitern hatte sich Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter wohl einfacher vorgestellt. Eigentlich sollten die Betroffenen freiwillig ausscheiden. Doch lediglich 1000 unterschrieben einen Aufhebungsvertrag.


Dresdner-Bank-Logo: Für 4700 Mitarbeiter heißt die Zukunft nicht Dresdner Bank
DPA

Dresdner-Bank-Logo: Für 4700 Mitarbeiter heißt die Zukunft nicht Dresdner Bank

Düsseldorf - Betriebsbedingte Kündigungen will Walter deshalb nicht mehr völlig ausschließen. Betroffen seien vor allem Mitarbeiter in den Support- und Serviceeinheiten, sagte er in einem Interview mit der "Wirtschaftswoche": "In den strategischen Geschäftsfeldern und insbesondere im Vertrieb ist die Restrukturierung dagegen abgeschlossen. Dort haben wir im Gegenteil im Rahmen unseres Zukunftsprogramms 'Neue Dresdner' Wachstumsinitiativen gestartet", sagte Walter. Die Dresdner Bank hat die Zahl ihrer Mitarbeiter in den vergangenen beiden Jahren um mehr als 10.000 reduziert.

Sicher ist sich Walter, dass es in den nächsten zwei bis drei Jahren zu Fusionen und einer Neuordnung der deutschen Kreditwirtschaft kommen wird. "Mit Sicht auf die kommenden 24 bis 36 Monate wird es in Deutschland sicherlich zu Veränderungen in der Bankenlandschaft kommen", sagte er. Sein Institut schloss er allerdings als Kandidat für eine Fusion definitiv aus: "Die Allianz ist unser Heimathafen." Von Zusammenschlüssen anderer Banken werde die Dresdner profitieren. "Jede Fusion zwingt alle Beteiligten dazu, sich erst mal mit sich selbst zu beschäftigen und nicht mit dem Kunden. Das wollen wir nutzen", sagte der Banker.



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