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08. Januar 2007, 16:11 Uhr

Druschba-Pipeline

Von Sibirien bis nach Deutschland

Die Druschba-Pipeline ("Freundschaft") ist eine der längsten Ölleitungen der Welt. Sie verbindet die Ölfelder im Westen Sibiriens mit den Raffinerien in Europa.

Hamburg - Pro Tag kann die Druschba-Leitung mehr als zwei Millionen Barrel (159 Liter pro Barrel) transportieren; 1,4 bis 1,6 Millionen Barrel davon gehen direkt in die Europäische Union, der Rest bleibt in Weißrussland. Eigentümer der Leitung ist der russische Pipeline-Monopolist Transneft.

In Weißrussland wird die Pipeline geteilt, der größere nördliche Arm verläuft über Polen nach Deutschland. Der südliche Arm der Druschba-Pipeline führt nach Tschechien, in die Slowakei und nach Ungarn.

Deutschland bezieht täglich etwa 500.000 Barrel über die Druschba-Pipeline. Das entspricht einem Fünftel des hiesigen Gesamtbedarfs. Die Konzerne Total, Shell und BP gehören zu den größten Abnehmern von Rohöl aus der Pipeline.

wal/reuters

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