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TOURISMUS Duell der Billigtöchter

aus DER SPIEGEL 49/2002

Zwischen Deutscher Lufthansa und TUI spitzt sich der Streit um die Lufthoheit bei Billigflügen in Deutschland weiter zu. Vergangene Woche kündigte die Lufthansa-Enkelin Germanwings an, ihre Flotte demnächst von sechs auf bis zu zehn Flugzeuge zu erweitern und von Köln/Bonn zusätzliche Ziele wie Athen, Lissabon oder Städte in Skandinavien anzufliegen. Die TUI-Tochter Hapag-Lloyd Express, die mit vier geleasten Jets ab Dienstag dieser Woche ebenfalls zu bevorzugten Kurzurlaubs-Destinationen wie Pisa, Bergamo oder Neapel abhebt, will die Anzahl der Strecken und eingesetzten Maschinen ebenfalls kräftig aufstocken. Bereits ab dem kommenden April wollen die Touristikmanager vier weitere Jets in Betrieb nehmen. Bis Ende nächsten Jahres soll die Zahl der eingesetzten Maschinen sogar auf ein Dutzend steigen. Anders als der Lufthansa-Billigableger, dessen Flieger schon jetzt quer durch Europa düsen, wollen die TUI-Manager ihre Zielländer nacheinander erschließen. »Das spart enorme Marketingkosten«, erläutert ein Konzern-Insider die Taktik. Ins Visier genommen haben die Hapag-Lloyd-Strategen zunächst Spanien, Frankreich und selbst osteuropäische Länder. Einen Teil der zusätzlich an den Start geschickten Flieger wollen die Hannoveraner zudem nicht mehr in Köln/Bonn, sondern an einem anderen deutschen Einsatzort stationieren.

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