E.ON "Mix it"-Slogan gilt auch für Geschäftszahlen

Die von Arnold Schwarzenegger und Veronica Ferres beworbene Stromsparte des Versorgers E.ON konnte in den letzten neun Monaten ihre Umsätze massiv steigern. Deutlich düsterer sieht die Lage im Chemiebereich des Mix-Konzerns aus.


Werbeträger Ferres: Nur steigende Strompreise sind dem E.ON-Konzern lieber

Werbeträger Ferres: Nur steigende Strompreise sind dem E.ON-Konzern lieber

Düsseldorf - Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte das Gesamt-Betriebsergebnis in den ersten drei Quartalen des Jahres um 55 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro - etwas weniger, als von Analysten erwartet. Der Umsatz sackte in dieser Zeit um sieben Prozent auf 64,30 Milliarden Euro ab. Auch der Nettoüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr auf 1,026 Milliarden Euro - das entspricht 71 Prozent. Im Vorjahreszeitraum seien allerdings ungewöhnlich hohe Gewinne aus Veräußerungen von Unternehmensbeteiligungen und Töchtern entstanden, relativierte E.ON Chart zeigen den Rückgang, der im Rahmen von Analystenerwartungen lag.

Der erhebliche Anstieg des operativen Ergebnisses in den vergangenen neun Monaten ist allerdings ebenfalls "künstlichen" Faktoren wie dem Verkauf von Telekom-Beteiligungen zu verdanken. Ergebniszuwächse erzielten neben der Energie- und der Ölsparte auch die Töchter Viterra, Stinnes und VAW.

Für das Gesamtjahr prognostizierte E.ON erneut ein "deutlich über dem Vorjahr liegendes Betriebsergebnis". Die in den ersten drei Quartalen erzielte hohe Steigerungsrate werde sich allerdings nicht halten lassen, erklärte das Unternehmen.

Das Energie-Betriebsergebnis werde man 2001 leicht verbessern können, hieß es. Vor allem hofft E.ON, von der weiteren Stabilisierung der Strompreise profitieren zu können. Darüber hinaus würden weitere Effizienzsteigerungen zur Ergebnisverbesserung beitragen.

In den ersten neun Monaten hatte E.ON im Energiebereich das Betriebsergebnis um sechs Prozent auf 1,335 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz in dieser Sparte war bis Ende September um 39 Prozent auf 12,781 Milliarden Euro geklettert. Hierzu trugen die Stromlieferungen bei, die um 37 Prozent stiegen, sowie ein hohes Plus beim Gasabsatz. Hier machte sich die erstmalige Einbeziehung der Hein Gas deutlich bemerkbar.

Für das Chemiegeschäft habe sich das konjunkturelle Umfeld im laufenden Jahr zunehmend verschlechtert, hieß es. Die Auswirkungen auf die Geschäfte der Tochtergesellschaft Degussa Chart zeigen hätten sich zwar bis Ende August in Grenzen gehalten.

Doch vor dem Hintergrund der stark verschlechterten Marktentwicklung und der anhaltenden Konjunkturschwäche rechne E.ON entgegen der ursprünglichen Erwartungen im Chemiebereich mit einem Betriebsergebnis, das "deutlich unter dem des Vorjahres" liegen wird.



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