E-Plus Roaming-Deal bringt Milliarden

Der Mobilfunkanbieter E-Plus will Netzkapazitäten an das spanisch-finnische UMTS-Konsortium Group 3G vermieten. Die Einnahmen in Milliardenhöhe sollen nicht zuletzt helfen, den hochverschuldeten E-Plus-Eigner KPN zu sanieren.


E-plus Zentrale: Neuer Deal soll Milliarden bringen
DPA

E-plus Zentrale: Neuer Deal soll Milliarden bringen

Düsseldorf - Zusammen mit einem ähnlichen Vertrag mit MobilCom sichere dieser Schritt E-Plus Milliarden-Einnahmen in Euro, teilte der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter mit. Der Vertrag mit der bisher nicht in Deutschland agierenden Group 3G (Telefonica und Sonera) betrifft das konventionelle GSM-Bobilfunknetz von E-Plus hat den Angaben zufolge eine Laufzeit bis 2012.

Warmer Regen für KPN

Mit dem Abkommen werde E-Plus seine Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Uwe Bergheim. Die Einnahmen wirkten sich auch positiv auf den hochverschuldeten niederländischen Mehrheitsgesellschafter KPN Mobile aus.

Die neuen Kooperationspartner von E-Plus, Mobilcom und 3G, hatten zwar im vergangenen Jahr jeweils eine Lizenz für den Betrieb eines UMTS-Mobilfunknetzes vom Jahr 2003 an erhalten, verfügen aber nicht über eine Lizenz zum Betrieb von GSM-Mobilfunk, der nach derzeitigen Planungen mindestens bis zum Jahr 2008 weiter bestehen und vor allem für Sprachtelefonie genutzt werden wird. Der parallele Betrieb von UMTS- und GSM-Mobilfunk ist notwendig, da das UMTS-Netz nur schrittweise ausgebaut werden wird.

Empfindliche Niederlage für Viag Interkom

Mit den abgeschlossenen Verträgen über die Mitbenutzung seines GSM-Mobilfunknetzes hat E-Plus seinen kleineren Konkurrenten Viag Interkom im Wettlauf um beiden Mobilfunk-Neueinsteiger in Deutschland aus dem Feld geschlagen. Viag Interkom hatte als kleinster Mobilfunkanbieter in Deutschland offen seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit anderen Anbietern bekundet.

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