EADS-Krise Forgeard stärkt Airbus den Rücken

In der Krise beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat Co-Chef Forgeard der Firmentochter Airbus laut einem Zeitungsinterview den Rücken gestärkt. Zugleich wolle er den Flugzeugbauer aber wieder stärker an die Zentrale binden.


Paris -  "Wir managen die Krise gemeinsam", sagte Noel Forgeard in einem Interview unter Hinweis auf seinen deutschen Co-Präsidenten Tom Enders und den deutschen Airbus-Chef Gustav Humbert. Er habe weiterhin Vertrauen zu Humbert, "und wir unterstützen ihn bei der Reform, die unter seiner Leitung begonnen wird", sagte Forgeard dem Pariser Wirtschaftsblatt "La Tribune".

Noel Forgeard und Tom Enders: Keine deutsch-französische Krise
DPA

Noel Forgeard und Tom Enders: Keine deutsch-französische Krise

In der vergangenen Woche waren Lieferverzögerungen beim Super-Airbus A380 veröffentlicht worden. Als Konsequenz daraus fordert Forgeard nun eine Änderung der Beziehungen zwischen EADS und der Tochter Airbus. Er sei "kein entschlossener Verteidiger der Unabhängigkeit von Airbus mehr", sagte Forgeard der Zeitung. Als er noch Chef von Airbus war, hatte er immer die Unabhängigkeit gegen die damalige EADS-Führungsetage verteidigt.

Forgeard widersetze sich den Versuchen, jede Frage im Zusammenhang mit EADS auf "Konflikte zwischen Franzosen und Deutschen zurückzuführen", fügte Forgeard hinzu. "Dieser Krieg ist überwunden." sagte er.

reh/AFP/dpa



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