Zur Ausgabe
Artikel 34 / 118
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

HAUSHALT Eichel macht Rekordschulden

aus DER SPIEGEL 41/2003

Der Bund wird in diesem Jahr so viel Schulden machen wie noch niemals zuvor in der Geschichte der Republik. Die Nettokreditaufnahme für 2003 klettert auf rund 41 Milliarden Euro statt der vorgesehenen 18,9 Milliarden Euro. Das wird die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder am 15. Oktober beschließen. Dann steht der Nachtragshaushalt für das laufende Jahr im Kabinett zur Abstimmung. Er wird ein Volumen von rund 23 Milliarden Euro haben. So viel fehlt Finanzminister Hans Eichel (SPD), weil wegen der schleppenden Konjunkturentwicklung Steuereinnahmen ausbleiben und deutlich höhere Ausgaben für die gestiegene Arbeitslosigkeit anfallen. Die bislang höchste Neuverschuldung des Bundes fiel 1996 an. Damals musste Finanzminister Theo Waigel umgerechnet 40 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen. Doch auch die Länder müssen in diesem Jahr viel mehr Schulden machen als eingeplant. Bis Ende August, so neueste Berechnungen der Länderfinanzministerien, haben sie ihren Kreditrahmen bereits deutlich überschritten. Ihre Neuverschuldung betrug Ende August 27,8 Milliarden Euro. Eingeplant war für das Gesamtjahr aber nur ein Defizit der Länder von 24,7 Milliarden Euro.

Zur Ausgabe
Artikel 34 / 118
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.