Einigung Deutsche Bank legt Rechtsstreit mit Parmalat bei

Die Schadensersatzklage ist abgewendet: Die Deutsche Bank hat den Rechtsstreit mit dem insolventen Lebensmittelriesen Parmalat beigelegt - und dafür satte 74 Millionen Euro bezahlt.


Mailand - Die Deutsche Bank zahlt dem vor mehr als fünf Jahren zusammengebrochenen italienischen Lebensmittelkonzern Parmalat 74 Millionen Euro. Wie die Unternehmen am Freitag mitteilten, sind mit der Zahlung alle Streitigkeiten aus der Zeit vor der Pleite von Parmalat beigelegt. Demnach ging es um eine Schadensersatz- und eine Rückforderungsklage.

Parmalat war Ende 2003 unter einer Schuldenlast von 14 Milliarden Euro zusammengebrochen. Die Schulden waren acht Mal so hoch wie bekannt. Der Zusammenbruch war die größte Unternehmenspleite in Europa, die es jemals gab.

Der Mailänder Richter hatte der Deutschen Bank Chart zeigenvorgeworfen, nicht genügend getan zu haben, um die Pleite von Parmalat abzuwenden. Die Banken hätten erkennen müssen, dass der Konzern damals in die Insolvenz schlitterte und dass ihre Geschäfte mit Parmalat deshalb unzulässig waren, wurde die Klage im Juni 2007 begründet. Die Deutsche Bank hatte jedes Fehlverhalten stets bestritten.

Der Parmalat-Konzern wurde inzwischen umgebaut. Die Aktien Chart zeigen des Unternehmens sind wieder an der Mailänder Börse notiert.

cvk/Reuters



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