Einigung mit Opfern BP muss Millionen für Raffinerie-Explosion zahlen

Als im März 2005 im US-Bundesstaat Texas eine Ölraffinerie von BP explodierte, kamen 15 Menschen ums Leben. Jetzt hat sich der britische Ölkonzern mit dem letzten Opfer auf eine Entschädigung geeinigt - und eine Millionensumme an Schulen und Universitäten gezahlt.


Galveston - Gut anderthalb Jahre nach der Explosion einer Ölraffinerie in Texas hat sich der britische Ölkonzern BP Chart zeigen mit der letzten zivilen Klägerin gütlich geeinigt. BP habe sich bereit erklärt, mindestens 32 Millionen Dollar (25 Millionen Euro) für Universitäten und Schulen in der Region zu spenden, sagte der Anwalt der Klägerin im texanischen Galveston. Wieviel seine Mandantin bekam, gab er nicht bekannt. Auch BP nannte keine Summen.

Klägerin Rowe: Ihr Anwalt Brent Coon spricht von einer gütlichen Einigung
AP

Klägerin Rowe: Ihr Anwalt Brent Coon spricht von einer gütlichen Einigung

Bei der Explosion im März 2005 waren 15 Menschen getötet worden, unter ihnen die Eltern der Klägerin Eva Rowe. Sie hatte deshalb gegen BP als Betreiber der Raffinerie wegen mangelhafter Wartung der Anlage geklagt. BP hat insgesamt 1,2 Milliarden Dollar für Entschädigungszahlungen eingeplant.

Die US-Behörden werfen dem Ölkonzern mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen in der Raffinerie vor. BP dagegen argumentiert, die Arbeiter hätten die Sicherheitsanweisungen nicht befolgt. Die behördlichen Untersuchungen der Explosion dauern an. Ein Abschlussbericht soll im März 2007 vorliegen.

BP ist in den USA auch wegen Umweltschäden stark unter Druck: Bei zwei Unglücken im August und davor im März waren im größten Ölfeld der USA in Prudhoe Bay in Alaska große Mengen Rohöl ausgelaufen. Der Grund waren durchrostete Leitungen.

kaz/AFP



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