Einwegpfand Betrüger fälschen 150.000 PET-Flaschen

Das Einwegpfand-System hat seinen ersten großen Betrugsfall. Professionelle Fälscher wollten 150.000 PET-Flaschen in Leergutautomaten einschleusen - 40.000 Euro wären ihnen sicher gewesen.

Frankfurt am Main - Die Gauner hätten an den PET-Flaschen gefälschte Etiketten und Barcodes angebracht, hieß es in der "Lebensmittel Zeitung". Sie beruft sich auf die Staatsanwaltschaft Itzehoe. Demnach wollte die Bande die Flaschen über Leergutautomaten in das Pfandsystem einschleusen.

Die Behörden in Schleswig-Holstein stellten die Plastikflaschen sicher und nahmen drei Männer fest. Die Plagiate einer Traubensaftschorle sollen aus Litauen stammen. Noch offen ist, ob ein größeres kriminelles Netzwerk dahinter steckt.

Die Pfand- und Rücknahmepflicht für Dosen und Einweg-Flaschen gilt seit 2003. Pfand wird nur für Gefäße gezahlt, die mit einem passenden Barcode versehen sind. Eine zusätzliche Sicherheitstechnik, die Pfandbetrug mit gefälschten Barcodes verhindern soll, ist nach Angaben der Zeitung nur selten im Einsatz.

tos/Reuters/ddp/dpa-AFX

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