Einzelhandel Kampfansage an Online-Firmen

Der deutsche Einzelhandel, nicht gerade als Hort der Revolution verschrieen, will im Internet mitmischen. Zu 68 Prozent sei man bereits "passiv" im Netz, hieß es.


DPA

Düsseldorf - Die Händler wollen den reinen Internetfirmen kräftig einheizen. "Der stationäre Einzelhandel nimmt die Herausforderung an und wird ihnen den elektronischen Markt nicht kampflos überlassen", sagte der Präsident des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels, Hermann Franzen, am Mittwoch in Düsseldorf.

Der Umsatz der Einzelhändler im E-Commerce werde dieses Jahr schätzungsweise fünf Milliarden Mark erreichen - etwa 0,5 Prozent des Gesamtumsatzes. Bis zum Jahr 2010 könnte der Anteil auf fünf bis zehn Prozent wachsen.

Der Internet-Einkauf werde vor allem bei Büchern, Musik und Software zunehmen. Franzen warnte mittelständische Unternehmen jedoch davor, sich unüberlegt und überhastet mit eigenen Angeboten in das Internet zu stürzen. Nur mit schlüssigen Konzepten werde der Händler am Ende der Gewinner sein.

Nach einer Verbandsumfrage unter rund 1500 Unternehmen haben bisher 68 Prozent der Händler einen Internetanschluss im Laden. Noch werde das Netz allerdings vorwiegend für E-Mail, Recherche und Online-Banking genutzt. Aber bereits 41 Prozent der befragten Betriebe verfügten über eine Internetseite, auf der sie ihr Warenangebot präsentierten.



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