Einzelhandels-Ranking Lidl-Mutter weltweit unter den Top Ten

Die Deutschen kaufen nicht gerne ein - als Händler aber sind sie im internationalen Wettbewerb sehr erfolgreich. Gleich fünf Konzern schafften es in einem Ranking der Unternehmensberatung Deloitte unter die Top 20 der größten Einzelhändler der Welt.


Düsseldorf/München - Metro ist unter den Deutschen der Beste: Mit seinen Großmärkten, den Elektronikketten Media Markt und Saturn, den real-SB-Warenhäusern sowie der Warenhauskette Kaufhof, rangiert das Düsseldorfer Unternehmen weltweit auf Platz 5 der größten Einzelhandelsunternehmen. Der Handelsriese fiel damit allerdings gegenüber dem Vorjahr um einen Platz zurück, wie aus dem neuen Ranking der Unternehmensberatung Deloitte hervorgeht. Überholt wurde er vom britischen Konkurrenten Tesco.

In der nach Umsatz- und Verkaufszahlen des Jahres 2006 zusammengestellten Rangliste landete die Schwarz-Gruppe, der unter anderem der Discounter Lidl gehört, auf Platz zehn. Platz eins belegte laut Studie der US-Handelsriese Wal-Mart, gefolgt von der französischen Kette Carrefour.

Auf dem elften Rang der Liste findet sich der deutsche Discounter Aldi. Der Rewe-Konzern belegte laut Studie Platz 14, Edeka landete auf dem 17. Rang. Auch auf den folgenden Plätzen gibt es noch einige deutsche Konzerne: Das Mülheimer Familienunternehmen Tengelmann (OBI, KiK, Kaiser's) findet sich auf Platz 30, der Versandhandelsriese Otto auf Rang 60 und die Essener Arcandor-Gruppe (Karstadt, Quelle, Thomas Cook) auf Platz 64. Die Drogeriekette Schlecker belegt Rang 90.

"International vor Bodenständig"

Nicht unter die Top 100 kam Schlecker-Konkurrent Rossmann. Doch konnte sich die Drogeriemarktkette als erstes deutsches Unternehmen unter den Top 20 der am schnellsten wachsenden Anbieter platzieren.

Die deutschen Unternehmen gehören der Studie zufolge international zu den aktivsten Konzernen. Der harte Verdrängungswettbewerb auf dem Heimatmarkt, habe sie früh zur internationalen Expansion veranlasst habe, betonten die Experten. Unternehmen mit Aktivitäten in vielen Ländern wuchsen allerdings 2006 langsamer als solche mit einem eher überschaubaren Wirkungskreis. Das gelte jedoch nicht für die Profitabilität, betonten die Experten. Hier lägen die "Internationalen" mit einer Durchschnittsmarge von 4,7 Prozent vor den "Bodenständigen" mit 3,1 Prozent.

ase/AFP/AP



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