Eisenbahnverkehr Gütertransport um ein Fünftel geschrumpft

Die Wirtschaftskrise trifft die Bahnunternehmen mit Wucht: Im ersten Quartal des Jahres ist der Gütertransport im Eisenbahnverkehr um 21 Prozent zurückgegangen. Besonders stark betroffen ist die Beförderung von Eisen- und Metallgütern.

Wiesbaden - Das Transportgeschäft ist im ersten Quartal 2009 deutlich geschrumpft. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, haben die Bahnunternehmen von Januar bis März nur 74,7 Millionen Tonnen Güter über die Schiene transportiert. Das sind rund 21 Prozent weniger als noch im Vorjahresquartal.

Der Rückgang des Transportaufkommens habe bereits im vergangenen November begonnen, heißt es. Bedingt durch die Wirtschaftskrise hat sich der Abwärtstrend in den folgenden Monaten jedoch weiter beschleunigt. Während das Minus im Januar sogar bei 28 Prozent lag, hat sich der Rückgang im Februar und März mit 20,6 Prozent beziehungsweise 14,8 Prozent wieder leicht abgeschwächt. Besonders stark betroffen ist der Transport von Eisen- und Metallgütern.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte Bahn-Chef Rüdiger Grube gesagt, die Wirtschaftskrise treffe den Güterverkehr auf der Schiene "mit voller Wucht". Er kündigte an, die Kosten reduzieren zu wollen. Nicht nur die Bahn ist von dem Einbruch betroffen. In Deutschland transportieren insgesamt 300 Unternehmen Güter über die Schiene.

Der Verband Allianz pro Schiene betonte derweil, der Einbruch sei nur ein vorübergehendes Phänomen und für den Transportsektor sei verlässlich mit einer Renaissance zu rechnen. Dafür seien jedoch dringend weitere Investitionen in das Schienennetz hinaus notwendig, sagte der Verbandsvorsitzende Klaus-Dieter Hommel.

can/AFP/ddp
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