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Von Sotschi bis Sydney: Traumschlösser und Milliardengräber

Foto: SAEED KHAN/ AFP

Elbphilharmonie-Kosten im Vergleich Fast schon bescheiden

Die Elbphilharmonie als Geldverbrennungsmaschine: Der Hamburger Prestigebau hat viel mehr verschlungen als geplant. Im Vergleich mit anderen globalen Großprojekten wirkt die Kostensteigerung jedoch fast niedlich.

"Elphi" nennen viele in Hamburg schon jetzt das neue Konzerthaus Elbphilharmonie, das am Mittwoch sein Eröffnungskonzert feiert. Das klingt - Kostenexplosion hin oder her - geradezu liebevoll.

Anderen Großprojekten weltweit ist es da schlechter ergangen. So nennt der Volksmund im kanadischen Montreal das 1976 eröffnete Olympiastadion nicht mehr "Big O", sondern "Big Owe - die große Schuld". Montreal stotterte drei Jahrzehnte lang mühsam die Kredite ab, die das Stadion der Stadt in den Siebzigerjahren eingebrockt hatte.

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Die Gesamtkosten für die Arena beliefen sich schlussendlich auf 3,1 Milliarden Dollar - fast 2000 Prozent mehr als ursprünglich gedacht. "Big Owe" liegt deshalb mit großem Abstand an der Spitze der Auswertung der teuersten Bauprojekte (Überblick in einer Fotostrecke) von Statista  und SPIEGEL ONLINE. Das Plus von 150 Prozent bei der Elbphilharmonie nimmt sich dagegen fast schon bescheiden aus, wie die Grafik zeigt.

Anmerkung: Die Zahlen zu den Baukosten entstammen einer Studie der Berliner Hertie School of Governance. Zur internationalen Vergleichbarkeit wurden die Kosten in Dollar umgerechnet. Zur Berechnung der Baukostensteigerung der Hamburger Elbphilharmonie wurden die Kalkulation bei Vertragsabschluss im Jahr 2006 zugrunde gelegt ( 352 Millionen Euro, ca. 440 Millionen Dollar).

beb