Elektrik, Sanitär, Klimatechnik Deutschland fehlen 250.000 Handwerker

Der Fachkräftemangel bremst die deutschen Handwerksbetriebe zunehmend aus. Lobbyvertreter warnen vor Wirtschaftseinbruch und Wohlstandsverlust.
Dachdecker in München: Den Handwerksbetrieben geht das Personal aus

Dachdecker in München: Den Handwerksbetrieben geht das Personal aus

Foto: Peter Kneffel / dpa

Deutschlands Handwerksbetriebe suchen eine sechsstellige Zahl neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) sind derzeit bei den Arbeitsagenturen 150.000 offene Stellen gemeldet. Da sich aber nicht alle Betriebe an die Agenturen wendeten, schätze der Verband, dass ihnen insgesamt rund 250.000 Handwerkerinnen und Handwerker fehlten, sagte eine ZDH-Sprecherin: »Tendenz steigend«.

Vor allem auf dem Bau fehlen derzeit viele Fachkräfte, hatte zuletzt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln ermittelt. Händeringend gesucht werden demzufolge Meister in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Zu wenig Gesellen gibt es im Bereich Bauelektriker.

»Wenn wir bei der Nachwuchs- und Fachkräfteversorgung nicht schnellstmöglich gegensteuern, droht nicht nur ein Scheitern der Energiewende, sondern auch ein massiver Wirtschaftseinbruch, ein Verlust an Wertschöpfung und Wohlstand«, sagte Franz Xaver Peteranderl, der Präsident des Bayerischen Handwerkstags.

Der Fachkräftemangel wird eines der beherrschenden Themen auf der Münchner Internationalen Handwerksmesse sein, die an diesem Mittwoch eröffnet wird. Sie soll zum ersten Mal seit 2019 wieder stattfinden; 2020 und 2021 wurde sie wegen der Pandemie abgesagt.

che/dpa-AFX
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