Coronakrise Elektroauto-Bauer e.Go beantragt Gläubigerschutz

Wegen der Coronakrise sind Autos derzeit nicht sonderlich gefragt. Für die großen Hersteller ist das schwierig, für Pioniere wie e.Go verheerend.
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Elektroautobauer e.Go: Herz der künftigen Mobilität

Foto: Maja Hitij/ Getty Images

Der Aachener Elektro-Autobauer e.Go hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das Amtsgericht Aachen habe dem Antrag bereits stattgegeben und einen vorläufigen Sachwalter bestellt, teilte e.Go am Donnerstag mit. "Wir gehen jetzt in ein eigenverwaltetes Verfahren, dass uns die Gelegenheit zur Restrukturierung und Neuordnung unserer Finanzen gibt", sagte Unternehmensgründer Günther Schuh dem "Handelsblatt". Das Schutzschirmverfahren bewahrt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen unter Aufsicht selbstständig sanieren.

Das Unternehmen gehe zuversichtlich in diese Phase und wolle vermeiden, Mitarbeiter zu entlassen, sagte Schuh der Zeitung. "Ich bin jetzt einfach mal optimistisch, trotz Corona." Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie steht laut Unternehmensangaben bei e.Go seit dem 23. März die Produktion still. "Ob wir die Produktion nach dem ominösen 20. April wieder ganz normal hochfahren können, wissen wir noch nicht", sagte Schuh.

Die "Aachener Zeitung" zitierte ihn mit den Worten: "Ich glaube, dass wir stärker denn je aus dieser Phase herauskommen und die Region das Herz der künftigen Mobilität sein wird."

Der Aachener Elektro-Autobauer e.Go hatte 2019 seine selbst gesteckten Ziele nicht erreicht. Man habe in dem Jahr 540 Autos verkauft, hatte das Unternehmen im Januar berichtet. Angepeilt waren 600 Exemplare gewesen, ursprünglich war sogar von 1000 die Rede.

mik/dpa-AFX