Auflage für Hausbauer EU will E-Auto-Steckdosenpflicht für Neubauten

Noch fehlt es an Elektroautos. Trotzdem will die EU-Kommission nach SPIEGEL-Informationen, dass demnächst jedes neue Gebäude mit einer Ladestation ausgestattet ist.
Elektroauto

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Foto: Bernd Von Jutrczenka/ dpa

Künftig soll schon beim Hausbau an eine Auflademöglichkeit für Elektroautos gedacht werden. Das will die EU-Kommission durchsetzen, wie aus dem Entwurf für eine Änderung des EU-Energieeffizienzpakets hervorgeht. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Einfamilienhäuser und andere kleinere Gebäude müssen demnach mindestens über eine entsprechende Vorverkabelung verfügen. Bei größeren Gebäuden muss wenigstens einer von zehn Parkplätzen mit einer festen Ladestation ausgestattet sein. Die Kosten belaufen sich laut EU-Kommission auf bis zu 75.000 Euro pro Station.

Von der Neuregelung betroffen wären Neubauten ebenso wie Sanierungsobjekte. Sie soll dem Entwurf zufolge spätestens im Jahr 2023 in Kraft treten. Die Immobilienwirtschaft kritisiert den Plan.

"Brüssel pusht eine Technologie, ohne zu wissen, ob es dafür in Zukunft einen Markt gibt", sagt Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus und Grund.