Auflage für Hausbauer EU will E-Auto-Steckdosenpflicht für Neubauten

Noch fehlt es an Elektroautos. Trotzdem will die EU-Kommission nach SPIEGEL-Informationen, dass demnächst jedes neue Gebäude mit einer Ladestation ausgestattet ist.

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Künftig soll schon beim Hausbau an eine Auflademöglichkeit für Elektroautos gedacht werden. Das will die EU-Kommission durchsetzen, wie aus dem Entwurf für eine Änderung des EU-Energieeffizienzpakets hervorgeht. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Einfamilienhäuser und andere kleinere Gebäude müssen demnach mindestens über eine entsprechende Vorverkabelung verfügen. Bei größeren Gebäuden muss wenigstens einer von zehn Parkplätzen mit einer festen Ladestation ausgestattet sein. Die Kosten belaufen sich laut EU-Kommission auf bis zu 75.000 Euro pro Station.

Von der Neuregelung betroffen wären Neubauten ebenso wie Sanierungsobjekte. Sie soll dem Entwurf zufolge spätestens im Jahr 2023 in Kraft treten. Die Immobilienwirtschaft kritisiert den Plan.

"Brüssel pusht eine Technologie, ohne zu wissen, ob es dafür in Zukunft einen Markt gibt", sagt Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbands Haus und Grund.

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insgesamt 258 Beiträge
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Pela1961 15.10.2016
1. Das mit den Kosten
kann ja wohl kaum wahr sein. EINE STATION (!?) soll 75 000 Euro kosten? Da kann ja wohl nur die Kommastelle verrutscht sein.
reader001 14.10.2019
2.
So ein Unsinn! Vielleicht denkt man darüber nach, wie die vielen Mieter von Wohnungen in den Genuss der Elektromobilität kommen. Das ganze Steckdosensystem ist Blödsinn, Austausch der Batterien an Tankstellen wohl schlauer!
ali.wie.brecht 15.10.2016
3. Sinnvolles aus Brüssel
In die Infrastruktur zu inverstieren ist sicherlich besser, als mit einer Kaufprämie die Listenpreise hoch zu halten. Es sollte aber die Nachrüstung von alten Garagen und Stellplätzen gefördert werden, damit Mieter auch Elektroautos kaufen können.
Benjowi 15.10.2016
4. Unausgegoren!
Eine Garage mit einer 3 * 400 V/50Hz Steckdose auszustatten, ist nun wahrlich kein Hexenwerk. Und was die genannten Kosten von 75000 € angeht, so geht es dabei ja wohl eher um eine Schnellladestation und die ist selbst für Mehrfamilienhäuser wohl eher eine Nummer zu groß. Dafür muss flächendeckend das Niederspannungsnetz ausgebaut werden.
Mr Bounz 15.10.2016
5. Richtig so
Es kann nicht sein das die Automobilindustrie darüber jammert es gibt keine Bademöglichkeiten und deshalb bauen wir keine E-Autos. Die Bauwirtschaft jammert, wozu Ladestationen, es gibt keine E-Autos. Das ist doch ein Witz. Wie kleine Kinder, ich nicht der war's, ich nicht der war's, usw. Wir haben bei unserem Neubau die Vorbereitung für eine Ladestation natürlich berücksichtigt. Das E-Auto wird kommen. Vielleicht doch auch irgendwann von deutschen Herstellern. P.S. die Kosten sind drastisch Überhöht!
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