EM.TV Haffa-Brüder geben ungenehmigten Aktien-Handel zu

EM.TV-Chef Thomas Haffa und sein Bruder Florian haben vor Gericht erstmals eingeräumt, mit dem Verkauf von EM.TV-Aktien gegen ihre Pflichten verstoßen zu haben.


Thomas Haffa gibt Aktienverkäufe zu
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Thomas Haffa gibt Aktienverkäufe zu

Haffa hat am Dienstag den Verkauf von 200.000 EM.TV-Aktien im Februar und damit den Verstoß gegen eine Lock-up-Vereinbarung bestätigt. Nach dieser Vereinbarung hätte die Düsseldorfer WestLB den Verkauf genehmigen müssen. Haffa räumte aber ein, die Bank nicht informiert zu haben. Es sei sein Fehler, fügte er hinzu und erklärte, Bankmitarbeitern mündlich mitgeteilt zu haben, Aktien verkaufen zu wollen.

Florian Haffa, der frühere Finanzvorstand von EM.TV, ließ durch seinen Anwalt Wolfgang Dingfelder erklären, er habe in den vergangenen zwölf Monaten EM.TV-Aktien verkauft. Dingfelder schwieg sich aber über die Anzahl der verkauften Papiere aus.

Haffa steht ebenso wie sein Bruder Thomas unter dem Verdacht des Insider-Handels und Betrugs im Zusammenhang mit dem tiefen Fall der EM.TV-Aktie und Prognosen, die stark korrigiert werden mussten.

Die Zahl der Aktien, die Florian Haffa verkauft habe, werde vom Staatsanwalt geklärt, sagte der Anwalt. Die Haffas sagten am Dienstag in Mainz als Zeugen im Verfahren gegen den Börsenbrief-Herausgeber Egbert Prior aus, dem Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz vorgeworfen werden.



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