Endesa-Übernahme E.on will Übernahmeangebot von Enel und Acciona verbieten lassen

Lediglich sechs Monate müssen Enel und Acciona warten, um eine neue Übernahmeofferte für Endesa abgeben zu dürfen - zum Ärger für E.on. Jetzt wollen die Düsseldorfer auf dem Klagewege feststellen lassen, dass das Verhalten der Konkurrenten illegal ist.


Düsseldorf - Die Klage richte sich gegen den Beschluss der Börsenaufsicht CNMV, der Enel Chart zeigen und Acciona Chart zeigen erlauben soll, ihr zunächst untersagtes Übernahmeangebot nach Ablauf von sechs Monaten einzureichen, teilte E.on heute in Düsseldorf mit. Nach Ansicht von E.on darf die Untersagung eines möglichen Angebots nicht zeitlich befristet sein.

Zudem fordert E.on die Börsenaufsicht auf, Enel und Acciona "jegliche Kommunikation zu untersagen, die das Übernahmeangebot von E.on Chart zeigen stören könnte". Sämtliche Veröffentlichungen im Zusammenhang mit der angekündigten Offerte der beiden Unternehmen sollten von der Website der CNMV gelöscht und keine weiteren Veröffentlichungen mehr zugelassen werden.

Die CNMV solle zudem eine Kopie der Unterlagen von Enel und Acciona sowie das Protokoll der letzten vorlegen, in denen die Behörde das angekündigte Angebot der beiden Unternehmen diskutiert hat, fordert E.on. "Wenn das Verhalten von Enel und Acciona heute als illegal festgestellt wird, ist es auch in sechs Monaten illegal", sagte E.on-Vorstandschef Wulf Bernotat.

mik/dpa/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.