Energie für Europa E.on-Chef hält Gasversorgung für nicht gesichert

Bisher waren sich die deutschen Konzernmanager einig: Die Versorgung Europas mit Energie sei sicher, hieß es - zumindest in der Öffentlichkeit. Doch nun warnt E.on-Chef Wulf Bernotat vor Risiken.


New York - Die Gasversorgung Westeuropas ist nach Angaben von Eon-Chef Wulf Bernotat langfristig noch nicht gesichert. Bis zum Jahr 2020 werde der Bedarf auf 675 Milliarden bis 730 Milliarden Kubikmeter steigen, heißt es in einer heute in New York veröffentlichen Präsentation von Bernotat. Damit ergebe sich für das Jahr 2020 aus heutiger Sicht eine Versorgungslücke von 22 Prozent.

Im Jahr 2005 hatte sich der Bedarf noch auf 535 Milliarden Kubikmeter belaufen. Der Präsentation zufolge bleiben Russland und Norwegen auch in Zukunft die wichtigsten Gas-Lieferanten. Die Bedeutung von verflüssigtem Erdgas (LNG) wird nach Angaben von Bernotat allerdings steigen. In Deutschland ist der Bau einer LNG-Anlagestelle in Wilhelmshaven geplant.

wal/dpa-AFX



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