SPIEGEL-Klimakonferenz 2022 KfW-Chef: Klimaziele 2045 kosten fünf Billionen Euro

Für die Energiewende sind laut KfW vor allem private Investoren am Zug. Habeck schimpft auf Söder – und Luisa Neubauer legt sich mit der Wirtschaft an. Lesen Sie hier die Entwicklungen der Klimakonferenz von BCG und SPIEGEL nach.
Monteur bei der Arbeit an einer Solaranlage

Monteur bei der Arbeit an einer Solaranlage

Foto: © Stringer . / Reuters/ REUTERS
  • 9/27/20224:51:15 PM
    Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Veranstaltungen auf dem Podium sind nun zu Ende. Hier im Berliner Westhafen wird eifrig weiter über Wege aus Klima- und Energiekrise diskutiert. Lesen Sie hier die wichtigsten Entwicklungen der Klimakonferenz von SPIEGEL und BCG im Minutenprotokoll.
  • 9/27/20224:59:43 PM
    Die Konferenz ist nun zu Ende und auch wir verabschieden uns. Vielen Dank fürs Zuschauen, Mitlesen und Mitdiskutieren!
  • 9/27/20224:59:26 PM
    Wir hoffen, Sie haben das ein oder andere an diesem für die Klima- und Energiepolitik ereignisreichen Tag mitgenommen.
  • 9/27/20224:41:50 PM
    Die nächsten Einhörner werden Climate-Tech-Unternehmen sein.
    Dirk Schmitz von Blackrock über Start-ups mit einer Marktbewertung von über einer Milliarde US-Dollar
  • 9/27/20224:33:19 PM
    Michael Brigl von der Boston Consulting Group hält grüne Investitionen aus sich heraus für attraktiv: In Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften würden, seien oft auch die Margen größer, grünes wirtschaften stärke die Unternehmen also.
  • 9/27/20224:27:42 PM
    Auch beim Vermögensverwalter BlackRock fragen Kunden zunehmend nachhaltige Investments nach. Die Frage, was darunter fällt, ist jedoch mitunter umstriten. Es gebe »leider nicht immer die gleichen Definitionen« in den verschiedenen Staaten, beklagt Dirk Schmitz von BlackRock. Dieses Dickicht wolle man künftig lichten.
  • 9/27/20224:26:26 PM
    Eine starke Zahl zum Auftakt: Fünf Billionen Euro seien notwendig, um die Klimaziele 2045 zu erreichen, sagt KfW-Chef Wintels. Anmerkung: Zunächst war an dieser Stelle irrtümlich von den Klimazielen 2040 die Rede, wir haben das korrigiert. Etwa 10 Prozent davon müssten schätzungsweise durch den Staat getragen werden, sagte Wintels weiter.
  • 9/27/20224:24:20 PM
    Jetzt geht es ans Eingemachte: »Notwendiges Kapital – Finanzieller Rückenwind für die Energietransformation« ist unser nächstes Thema. Darüber spricht Stefan Wintels, der seit vergangenem November Vorstandsvorsitzender der staatlichen KfW-Bank ist. Davor arbeitete er 20 Jahre bei der amerikanischen Bank Citigroup. Wintels diskutiert mit Dirk Schmitz, der bei dem amerikanischen Investmentriesen Blackrock Länderchef für Deutschland, Österreich und Osteuropa ist. Aus München zugeschaltet ist Michael Brigl, Deutschlandchef der Boston Consulting Group.
  • 9/27/20224:22:13 PM
    »Isar 2 und Neckarwestheim werden wohl am Netz bleiben« 
    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck auf einem Pressetermin nach der Klimakonferenz
  • 9/27/20224:17:33 PM
    Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verkündet gerade parallel zu dieser Konferenz, dass die beiden süddeutschen Atomkraftwerke – Isar 2 und Neckarwestheim 2 – für einen möglichen Einsatz vorbereitet werden sollen. Ob sie wirklich laufen werden, hängt dann von der Stabilität des Stromnetzes in Deutschland und Europa ab. Das werde in einem weiteren Stresstest im Winter abgeschätzt.

    Der grüne Vizekanzler sagt: »Jetzt werden die Betreiber alle nötigen Vorbereitungen treffen, damit die süddeutschen Atomkraftwerke über den Jahreswechsel hinaus im Winter Strom produzieren können, selbstverständlich unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsvorschriften. Wir bringen derweil das nötige Gesetz zügig auf den Weg und beobachten die Lage im deutschen und europäischen Stromsystem genau.«

  • 9/27/20224:14:11 PM
    Bernd Wiemann von Hydrogen Rise sieht weniger ein Lieferproblem und mehr eine Diskussion über die Preise. Darüber müsse man sich einig werden.
  • 9/27/20224:11:13 PM
    Der grüne Wasserstoff muss auch irgendwo produziert werden, Deutschland liebäugelt gar mit Marokko als Bezugsquelle. Hinzu kommen dabei laut Veronika Grimm vom Sachverständigenrat auch enorme Schwierigkeiten beim Transport des hochexplosiven Stoffs. Dieser könne in Form von Ammoniak, Methanol und Eisenschwamm erfolgen. Ihr Credo daher: »Ich glaube es ist wichtig, in Europa zu produzieren.«
  • 9/27/20224:00:44 PM
    »Man muss sich sehr anstrengen«, sagt Veronika Grimm zu den neuen Wasserstoffzielen. Die Ziele seien »sehr ambitioniert« – und dabei dürften die angestrebten 10 Gigawatt Leistung in 2030 gar nicht mal reichen, prognostiziert Grimm. Zum Kontext: Im Jahr 2020 hatte die schwarz-rote Regierung eine Wasserstoffstrategie vorgestellt, deren Ziele die aktuelle Bundesregierung noch toppen will: So sollen bis 2030 mehrere Erzeugungsanlagen für grünen Wasserstoff mit bis zu 10 Gigawatt Leistung entstehen. Das ist aktuell noch weit von der Realität entfernt: Die aktuell größte Anlage in Europa, die mittels Strom den Wasserstoff aus Wasser abspaltet, hat 0,01 Gigawatt Leistung.
  • 9/27/20223:54:00 PM
    Wasserstoff (H2) gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Hochöfen oder Schmelzwannen werden bislang mit Kohle oder Erdgas beheizt, künftig sollen die Anlagen stattdessen CO2-neutralen Wasserstoff aus Solar- oder Windparks dafür nutzen. Auch in Brennstoffzellen oder beim Heizen könnte er zum Einsatz kommen.
  • 9/27/20223:53:21 PM
    Wir machen hier aber weiter im Wasserstoff-Panel. Nicht nur in der Stahlindustrie würde Wasserstoff gebraucht, sagt Katherina Reiche von Westenergie: Auch für Prozesswärme, Mobilität, Infrastruktur werde Wasserstoff immer wichtiger.

  • 9/27/20223:51:00 PM
    Kurzer Einschub: Gerade wurde auf der Klimakonferenz noch über die umstrittene Frage der deutschen AKW diskutiert. Wirtschaftsminister Habeck legte nahe, dass die deutschen Meiler weiterlaufen könnten. Jetzt ist ein Pressestatement des Ministers um 18:15 Uhr angekündigt: Thema Atom
  • 9/27/20223:50:00 PM
    Auf der Bühne steht als nächstes ein Thema im Fokus, das vorhin schon anklang: »Wasserstoff – Luxus oder Grundstoff für die Industrie?« ist die Frage. Dazu diskutieren die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, zugeschaltet ist Katherina Reiche von Westenergie, die Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat ist. Die Runde komplettiert auf der Bühne Bernd Wiemann von Hydrogen Rise. 
  • 9/27/20223:46:25 PM
    Wie auch immer die Wende schließlich klappt: Die hohen Energiepreise bedeuten für die Gesellschaft auch »sozialen Sprengstoff«, mahnte Tennet-Chefin Manon van Beek.
  • 9/27/20223:46:00 PM
    • Isabell Hülsen, Christian Bruch, Manon van Beek, Stefan Rahmstorf, Sigrid Nikutta, Andreas Kuhlmann, Steffen KlusmannBCG/SPIEGEL/Frank BeerIsabell Hülsen, Christian Bruch, Manon van Beek, Stefan Rahmstorf, Sigrid Nikutta, Andreas Kuhlmann, Steffen Klusmann BCG/SPIEGEL/Frank Beer
  • 9/27/20223:42:29 PM
    Vor allem die Grünen tun sich mit dem Streckbetrieb schwer. Gar bereits stillgelegte AKW wieder hochzufahren, wie es etwa die FDP fordert, lehnen sie ab. In der Bevölkerung hat sich dagegen angesichts der knapper und teurer werdenden Energie die Haltung zum für Ende 2022 geplanten Atomausstieg inzwischen gewandelt. Auch die Wirtschaftsweisen, die die Bundesregierung in wirtschaftlichen Fragen beraten, hatten zuletzt gefordert, die für die Notreserve vorgesehenen Atommeiler sollten »zumindest bis zur nachhaltigen Überwindung der Energiekrise zunächst weiter betrieben werden«. Nur: Die Frage, was mit dem Atommüll passieren soll, haben bisher aber auch sie nicht beantwortet.
  • 9/27/20223:42:00 PM
    Kurzer Exkurs: Die EU will mit der sogenannten Taxonomie verbindliche Regeln schaffen, welche Projekte künftig als nachhaltig gelten. Dazu sollen auch Investitionen in bestimmte Gas- und Atomkraftwerke gehören – weil Frankreich auf Atomstrom als Übergangslösung setzt und Deutschland auf Gas. Umweltschützer haben angedroht, zu klagen.
  • 9/27/20223:42:00 PM
    Sigrid Nikutta von der Bahn sagt auf die Frage, ob sie Atomstrom jetzt in Übereinstimmung mit der EU-Taxonomie als Grün ansieht: »In Deutschland haben wir da eine andere Agenda«. Die Entscheidung der EU, Atomstrom als nachhaltig zu deklarieren, habe ihr aber zu denken gegeben. Der Güterverkehr auf der Schiene sei grenzüberschreitend und international. Mit Blick auf Frankreich, das weiter auf Atomstrom setzt, sagt Nikutta: »Da ist so ein Aspekt natürlich auch ein Wettbewerbsvorteil.«
  • 9/27/20223:34:32 PM
    Sigrid Nikutta von der Bahn fordert in Bezug auf den Netzausbau, dass die Bundesregierung jetzt klar sagen müsse, was in welcher Geschwindigkeit gebraucht werde.
  • 9/27/20223:32:53 PM
    Der Ausbau der Netze ist das aller aller Wichtigste. Elektronen werden nicht in Eimern transportiert
    Siemens-Energy-Chef Christian Bruch
  • 9/27/20223:29:23 PM
    Beim CO2-Ausstoß habe man das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht, beklagt Klimaforscher Stefan Rahmstorf. Es brauche jetzt »eine Zeitenwende«, um »eine Katastrophe von planetarem Ausmaß zu verhindern«.
  • 9/27/20223:26:56 PM
    Andreas Kuhlmann von der Deutschen Energieagentur sagt, die Bürokratie sei »unfassbar«, man müsse das eigentlich jährlich checken und wieder aussortieren. Die USA seien zwar schnell, aber würden vor allem die Märkte regeln lassen. Da haben wir vorhin auch schon andere Stimmen gehört, die sagen, die USA gingen gerade sehr strategisch vor und Deutschland lasse die Dinge laufen.
  • 9/27/20223:21:19 PM
    Die Erneuerbaren Energienen seien längst marktfähig, sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch zu der Debatte über die Finanzierung der Energiewende. Woran es hapere, seien die Rahmenbedingungen des Staates, der dafür sorgen müsse, dass es ein verlässliches Umfeld und planbare Zeiträume mit kürzeren Genehmigungszeiten gebe. Doch er räumt auch ein, dass Windanlagenbauer von den steigenden Kosten für die Anlagen kalt erswischt worden seien. »Das trifft eine Branche, wo sie viel viel mehr Material pro Kilowatt einsetzen« als etwa bei anderen Kraftwerken. Auch Siemens Energy, seit kurzem wieder im Dax, schrieb zuletzt große Verluste, vor allem wegen hoher Kosten bei der spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa – und wegen des Rückzugs aus Russland. 
  • 9/27/20223:17:25 PM
    Bahn-Managerin Nikutta nutzt ihren ersten Redebeitrag für einen Appell: »Jetzt Vollspeed in die Erneuerbaren.«
  • 9/27/20223:16:16 PM
     »Ich fahre auf einmal wieder ganz viel Kohle. Vor zwei Jahren waren noch alle der Meinung, dass Kohle ein sehr endliches Produkt ist. Auf einmal reaktiviere ich wieder alle Kohlewagen, die irgendwo in Europa sind.« 
    Deutsche-Bahn-Managerin Sigrid Nikutta
  • 9/27/20223:13:22 PM
    Manon van Beek vom Übertragungsnetzbetreiber Tennet sagt, sie müssten einen Sprint und einen Marathon gleichzeitig laufen. Der Sprint sei die Versorgungssicherheit in den kommenden zwei Wintern. »Wir laufen aber auch einen Marathon hier, und müssen uns überlegen, wie wir Klimaneutralität erreichen.« Es gebe nicht viele Wege.

    50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW sind als sogenannte Übertragungsnetzbetreiber für die Überlandleitungen zuständig, durch die der Strom mit Höchstspannung fließt. Die Unternehmen müssen laut Gesetz ein sicheres, zuverlässiges und leistungsfähiges Energieversorgungsnetz betreiben. 
  • 9/27/20223:12:00 PM
    Bruch leidet derweil auch unter dem aktuellen Energiekonflikt mit Russland. Schließlich war es sein Unternehmen Siemens Energy, dessen Turbine Gazprom nach einer planmäßigen Wartung nach Europa durch Nord Stream 1 Anfang September nicht wieder aufgenommen wurde. Das Unternehmen begründete dies mit angeblich austretendem Öl aus dem Aggregat. 
  • 9/27/20223:10:44 PM
     Die Tatsache, dass wir nicht gut in Veränderung sind, müssen wir uns alle vorwerfen 
    Siemens-Energy-Chef Bruch
  • 9/27/20223:10:39 PM
    Klimaforscher Stefan Rahmstorf wirft der alten schwarz-roten Bundesregierung vor, die Energiewende versäumt zu haben. Insgesamt seien früher mit Milliarden Dollar PR-Kampagnen finanziert worden, die Zweifel am menschengemachten Klimawandel gesät hätten. Vielen Unternehmen sei damals schon genau bewusst gewesen, wie klimaschädlich ihre Produkte waren.
  • 9/27/20223:08:41 PM
    »Es sind jetzt viele Negativannahmen, die da übereinandergelegt werden«, sagt Christian Bruch von Siemens Energy zur Stromversorgung. Er sehe aber, dass sie Situation aktuell stabil sei.
  • 9/27/20223:07:38 PM
    Auf dem Podium geht es unter dem Titel »Die grüne Stromlücke« weiter mit Deutschlands mühsamem Weg zur E-Wende. Mit Steffen Klusmann und Isabell Hülsen vom SPIEGEL diskutieren: Siemens-Energy-Chef Christian Bruch, Andreas Kuhlmann von der Deutschen Energieagentur, Klimaforscher Stefan Rahmstorf, Deutsche-Bahn-Managerin Sigrid Nikutta und Tennet-Chefin Manon van Beek.
  • 9/27/20223:04:12 PM
    Zur Frage, bei welchen Kriterien die Gas-Notfallstufe ausrufen werden soll, sagt Müller, seine Behörde versuche, einen Mix an »wahrscheinlichen Indikatoren« zu definieren. »Ich würde auch dafür werben, das öffentlich zu machen, weil ich glaube, dass sowohl Haushalte, Unternehmen, Landesregierungen, Energieversorgungsunternehmen, die Bundesregierung, die brauchen ja einen gewissen Vorlauf«. Das müsse gut überlegt und abgewogen sein.
  • 9/27/20223:03:39 PM
    Die Stresstests gehen zumindest in ihren schlimmsten Szenarien auch davon aus, dass stundenweise der Strom ausfallen könnte. Für Netzagentur-Chef Müller sind derlei Blackouts nichts komplett Ungewöhnliches: »Dass es sogenannte abschaltbare Leistungen und Lasten gibt, das ist schon seit vielen Jahren so«, sagte er. »Die Industrie kennt das.« Ob sich die Menschen auch darauf vorberietet haben,sei dagegen eine ganz andere Frage. Er beruhigt jedoch: »Unsererseits, der Bundesnetzagentur, gilt es natürlich so eine Situation zu vermeiden.« Und für den Notfall gebe es auch ein Krisenzentrum.
  • 9/27/20222:54:35 PM
    Der Chef der Bundesnetzagentur Klaus Müller hat sich in der Videoschalte zum überraschenden Druckabfall der Ostseepipelines geäußert. »Was das jetzt an Unsicherheiten schürt, das weiß ich nicht.« Er sagte aber auch: Für die Versorgungslage sei die Unterbrechung nicht von Bedeutung. 

    Die Sicherheit des europäischen Gasnetzes dagegen habe in den vergangenen 24 Stunden für die Versorgungssicherheit stark an Bedeutung gewonnen. »Wir wissen, es gibt viele Pipelines«, sagte er. »Und wir wissen auch, dass Gas ein sehr sensibles Produkt ist.«
  • 9/27/20222:52:05 PM
    Als nächster sollte eigentlich Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller live sprechen – doch der ist schon in der nächsten Krise unterwegs: Deutsche Gasnetzbetreiber gehen nach SPIEGEL-Informationen davon aus, dass die Pipelines Nord Stream 1 und 2 über eine größere Strecke aufgerissen sind. Der Druckabfall in den Leitungen ist demnach »explosionsartig« erfolgt. Mit Müller konnten wir trotzdem sprechen – direkt vor der Konferenz. Das aufgezeichnete Gespräch sehen Sie im Livestream.

     
  • 9/27/20222:44:02 PM
    • Klimaaktivistin Luisa Neubauer (zweite von links) diskutiert mit Holger Lösch vom BDI, Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und Ökonom Sebastian Dullien.BCG/SPIEGEL/Frank BeerKlimaaktivistin Luisa Neubauer (zweite von links) diskutiert mit Holger Lösch vom BDI, Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und Ökonom Sebastian Dullien.BCG/SPIEGEL/Frank Beer
  • 9/27/20222:25:00 PM
    Wenn Sie das Interview von Wirtschaftsminister Robert Habeck verpasst haben, lesen Sie gerne unten im Blog nach. Hier gibt es außerdem einen Ausschnitt im Video:
  • 9/27/20222:16:19 PM
     Das ist ja kein Eisbärenstreicheln, sondern unsere Lebensgrundlage! 
    Luisa Neubauer auf der Klimakonferenz von SPIEGEL und BCG 2022
  • 9/27/20222:14:44 PM
    Auf der Bühne ist kurz Pause, an der Kaffeetheke wird fleißig weiterdiskutiert. Wir bleiben für Sie hier!
  • 9/27/20222:12:19 PM
    Ökonom Dullien schließt das Panel mit einem Appell für mehr staatliches Handeln: Die USA und China würden sehr strategisch agieren, sagt er – wenn man da denke, der Markt regele das schon, habe man das Nachsehen.
  • 9/27/20222:08:48 PM
    Zu einem möglichen Gaspreisdeckel sagt Bosch-Chef Hartung, dann brauche man auch einen Anreiz, von diesem Energieträger wieder wegzukommen – sonst ergäbe das klimamäßig keinen Sinn.
  • 9/27/20222:08:04 PM
    100 Milliarden Euro Sondervermögen? Pah. Ökomom Dullien überbietet Luisa Neubauer. »Mit 100 Milliarden Euro Sondervermögen hätte ich eher das Problem, dass das viel zu wenig ist«, sagt er. Wenn man etwa auch die Gebäudesanierung berücksichtige, rede man eher über 600 bis 800 Milliarden Euro innerhalb von zehn Jahren, die benötigt würden. Auch die Frage der Finanzierung sei lösbar. »Die Schuldenbremse ist äußerst flexibel«, sagte er. Dabei schreibt die Schuldenbremse im Grundgesetz eigentlich ausgeglichene Haushalte vor.
  • 9/27/20222:05:25 PM
    »Wie ist denn das Echo aus der Politik?«, wird Neubauer gefragt – da weiß sie auch keine rechte Antwort drauf. »Ehm«, sagt sie, »das darf ich glaube ich gar nicht sagen. Aber... gut.«
  • 9/27/20222:04:00 PM
  • 9/27/20222:03:26 PM
    Luisa Neubauer sagt, der Biden-Act sei ein Vorbild für die Forderung von Fridays For Future, ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zu fordern. »Wenn man die über Nacht fürs Militär bereitstellen kann, dann auch für Energiesicherheit«, sagt sie.
  • 9/27/20222:00:16 PM
    Ja, die USA und Joe Bidens Megaprogramm können ein Vorbild für den Umbau hin zu einer grünen Wirtschaf sein, glaubt BCG-Chef Tauber. Daneben müssten aber auch Dinge wie die Lieferketten auf den Prüfstand.
  • 9/27/20222:00:00 PM
  • 9/27/20221:58:29 PM
    Vorbild USA: Die Amerikaner würden gerade knallhart Handelspolitik, Geopolitik und Tranformationspolitik koppeln, sagt Holger Lösch vom BDI. Da sei Deutschland nicht. »Stand heute fragt mich der Unternehmer: Wie komme ich durch die nächsten vier Wochen?«
  • 9/27/20221:56:04 PM
    Wenn wir alles, was wir jetzt haben, 2030 in Grün haben, dann haben wir 2030 ein grünes Industriemuseum
    Holger Lösch vom BDI
  • 9/27/20221:54:11 PM
    Sollten energieintensive Branchen überhaupt in Deutschland produzieren – oder nicht viel eher dort, wo sie ohnehin in großer Menge zur Verfügung stehen? Ökonom Dullien warnt vor solchen Gedankenspielen, auch weil man sich mit Blick auf die Versorgungssicherheit nicht in zu große Abhängigkeiten von einzelnen Ländern begeben dürfe.
  • 9/27/20221:50:35 PM
    Bosch-Chef Hartung fordert, dass Wasserstoff in Deutschland so gut »adressiert« werden müsse wie drüben in den USA. Er sei ein großer Fan von CO2-freien Technologien, auch davon, sie im freien Markt antreten zu lassen. Aktuell gehe es aber darum, das zu retten, was schon bestehe. »Es ist nicht schön von Gas wieder auf Kohle umzustellen.« Das müsse aber getan werden, »sonst riskieren wir Kopf und Kragen«.
  • 9/27/20221:47:02 PM
    Wenn man von Achtklässlern verlangt, fünf Fächer in der Schule gleichzeitg zu bearbeiten, dann ist jetzt der Moment, in dem man feststellt, wir müssen auch die verschiedenen Krisen gleichzeitig bearbeiten. 
    Zurzeit werde derzeit vor allem den Fossilen wieder der Weg geebnet, kritisiert Luisa Neubauer von Fridays for Future
  • 9/27/20221:44:39 PM
    Ein kurzer Exkurs: Wasserstoff (H2) gilt als Schlüsselelement der Energiewende: Hochöfen oder Schmelzwannen werden bislang mit Kohle oder Erdgas beheizt, künftig sollen die Anlagen stattdessen CO2-neutralen Wasserstoff aus Solar- oder Windparks dafür nutzen. Auch in Brennstoffzellen kann er zum Einsatz kommen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht im Wasserstoff Chancen für »einige der schmutzigsten Industrien«. Die Umstellung birgt jedoch nicht nur technische Hürden, sondern auch bürokratische: Aktuell plant die EU sehr strenge Vorgaben dazu, was sich grüner Wasserstoff nennen darf. Die Industrie fordert, diese für den schnelleren Ausbau zunächst aufzuweichen. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • 9/27/20221:43:27 PM
    »Wir regulieren uns kaputt«, findet Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Alle EU-Länder seien sich einig, dass man Wasserstoff brauche. Aber die Diskussion über grünen Wasserstoff sei nicht zielführend. »Man muss da auch erstmal hinkommen.« Die Amerikaner seien da viel weiter.
  • 9/27/20221:41:39 PM
    Aus der Krise herausinvestieren? Laut BCG-Europachef Matthias Tauber ist das für ein einzelnes Unternehmen gar nicht so einfach. Er verweist auf Gaspreise, die fünfzehnmal höher liegen als vor der Krise. Er regt daher unter anderem an, das Industriemodell neu zu denken und zu fördern.
  • 9/27/20221:39:20 PM
    Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft sagt: »Klar ist aber auch, dass wir nicht dauerhaft gegen die hohen Preise ansubventionieren können.« Neben den Entlastungen müsse sich die Wirtschaft »aus der Krise herausinvestieren«. Wasserstoff sei dafür zentral. »Wir haben das Wissen, die Technologien, die Talente, das Verständnis«, sagt Andreae. »Diese Zeit ist die Möglichkeit, den Schwung reinzubringen, den wir lange verschlafen haben, den wir dringend brauchen.«
  • 9/27/20221:36:03 PM
    Die Summen seien »so irre, dass das kein Staat kompensieren kann«, sagt Holger Lösch vom BDI. Er fordert aber trotzdem Unterstützung.
  • 9/27/20221:34:38 PM
    Sebastian Dullien zählt zu den Verfechtern eines Preisdeckels. Durch die hohen Energiepreise drohe eine konsumgetriebene Rezession – den Menschen bleibe einfach weniger Geld für andere Dinge, besonders für Freizeit- oder Gastroangebote, sagte der Ökonom. Für sie solle ein Deckel Entlastung schaffen. Aber auch für die Industrie oder für Gewerbe und Handel sollte ein »Teilbedarf« subventioniert werden, um sie über den Winter zu bekommen, forderte er.
  • 9/27/20221:30:45 PM
    Bosch brauche vor allem Strom, der müsse immer da sein, sagt Hartung. Das Gas sei dazu da, um »hochtoxische Reststoffe« zu verbrennen. Deshalb würde die Produktion sofort stehen, wenn Gas fehle.
  • 9/27/20221:28:20 PM
    Es sei ein politischer Prozess, zu schauen, wie die Industrie über die kommenden Winter leistungsfähig bleibe, sagt Stefan Hartung von Bosch. »Was machen wir in der Krise und was machen wir bis 2050« in Bezug auf die Klimakrise, das seien beides relevante Fragen. »Sorry, aber es kann jetzt nicht sein, dass wenn wir die langfristige Thematik in den Griff bekommen, uns jetzt kurzfristig von der Klippe stürzen.«
  • 9/27/20221:22:38 PM
    Luisa Neubauer entgegnet hörbar frustriert: »Ja, klar. Wenn die Preise so hoch sind, dann schmelzen die Gletscher auch nicht so schnell.« Die Fossilen war noch nie günstig, sagt sie. Sie warnt vor neuen und langfristigen Abhängigkeiten. Wenn die Lage wirklich so brenzlig sei, müsse auch verstärkt Energie gespart werden statt etwa auf Kohle zurückzugreifen – etwa mit einem Tempolimit.

  • 9/27/20221:21:35 PM
    »Ich glaube, dass diesen hohen Preise schon nicht mehr Anreize sind, sondern die sind toxisch«, sagt Holger Lösch vom BDI über die Energiewende in der Industrie. Man brauche eine Möglichkeit, in der Kürze der Zeit überhaupt zu investieren.
  • 9/27/20221:18:19 PM
    Auf der Bühne startet jetzt das erste Panel des Tages: »Runter vom Gas – schafft die deutsche Industrie den Entzug?«, ist die Frage. Mit dabei sind (von links nach rechts) Holger Lösch vom BDI, Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Ökonom Sebastian Dullien, der CEO von Bosch, Stefan Hartung und der Europachef von BCG, Matthias Tauber. Sie sprechen mit Isabell Hülsen, Ressortleiterin Wirtschaft, und Chefredakteur Steffen Klusmann.
  • 9/27/20221:14:00 PM
    • Eindrücke aus dem Westhafen in Berlin, Veranstaltungsort der diesjährigen Klimakonferenz von DER SPIEGEL und der Boston Consulting GroupBCG/SPIEGEL/Frank BeerEindrücke aus dem Westhafen in Berlin, Veranstaltungsort der diesjährigen Klimakonferenz von DER SPIEGEL und der Boston Consulting GroupBCG/SPIEGEL/Frank Beer
  • 9/27/20221:13:44 PM
    Jens Burchardt und Patrick Herhold von BCG informieren über die Herausforderungen der Energiekrise. Die Krise begünstige aber auch die Klimaziele, analysieren sie.
  • 9/27/20221:08:03 PM
    Die erste Reaktion aus der SPD: »Ich auch« kommentiert SPD-Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori dazu, dass Wirtschaftsminister Habeck einen Streckbetrieb der AKW für immer wahrscheinlicher hält.
  • 9/27/20221:05:32 PM
    Energiekugeln für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Energiekonferenz. Reserven für den Winter?
  • 9/27/20221:02:56 PM
    Söder teilt gegen die Bundesregierung aus: In Bezug auf die Streckbetrieb-Debatte kritisiert Söder, dass die beiden südlichen Atomkraftwerke in der Notreserve bleiben sollen und »Niedersachsen rausgenommen wird«. Hintergrund ist, dass das dritte verbliebene Kraftwerk Emsland wie geplant zum Ende des Jahres abgeschaltet werden soll. »Das ist doch alles nicht ehrlich«, sagt Söder. »Die Preise explodieren und es gibt immer noch keine Antwort.« Er mache sich »einfach nur echt große Sorgen«. 
  • 9/27/202212:59:00 PM
  • 9/27/202212:58:33 PM
    Besonders umstritten ist die Suedlink-Trasse, mit 700 Kilometern Länge und Kosten von zehn Milliarden Euro das größte Infrastrukturprojekt der Energiewende in Deutschland. Doch der Zoff um das Kabel – Bayern will es vor allem unterirdisch verlegen – ist nichts im Vergleich zum Streit über die Atomenergie. Söder will die AKWs weiterlaufen lassen und warnt angesichts der hohen Energiepreise vor stillen Insolvenzen vieler Betriebe, zulasten des Standorts Deutschland.
  • 9/27/202212:51:57 PM
    Bayern braucht Trassen, die Strom vom windreichen Norden in den Süden transportieren. Söder sagt dazu, dass Klagen den schnellen Ausbau verhindern würden – 60 Prozent davon kämen von Umweltschützern. 
  • 9/27/202212:46:03 PM
    In dieser Vorreiterrolle sieht sich Söder gern. Tatsächlich ist Bayern laut Marktstammdaten der Bundesnetzagentur Spitzenreiter bei der installierten Leistung vor Niedersachsen. Allerdings hat Bayern auch fast doppelt so viele Einwohner wie Niedersachsen. Auch wenn man die installierte Leistung in Relation zur Fläche setzt, liegt Bayern auf einem der hinteren Plätz. Söder lässt das nicht gelten: »Es kommt auf den Gesamtbeitrag an«, sagt er – und spricht von grüner Argumentation, den Vorwurf der »Rosinenpickerei« weist er zurück. Grüne wiederum würden etwa Wasserkraft und Biogas als Energiequellen vernachlässigen. SPIEGEL-Chefredaktuer Klusmann hält dagegen: »Das ist, als wenn Deutschland sich mit Liechtenstein vergleicht.«
  • 9/27/202212:42:29 PM
    Söder sagt mit Blick auf die erneuerbaren Energien, Bayern liege auf Platz eins unter den Bundesländern. 
  • 9/27/202212:41:21 PM
    Als nächster Gast ist uns der bayerische Ministerpräsident Markus Söder zugeschaltet.
  • 9/27/202212:40:38 PM
    Wenn das mal keine Breitseite gegen Mr. Schuldenbremse Christian Lindner war.
  • 9/27/202212:40:08 PM
    In Klimafragen laufen die Entscheidungen eigentlich in die richtige Richtung, sagt Graichen. »Die Klimaneutralität der Stahlindustrie steht vor der Tür.« Es dürfe aber nicht sein, dass man wegen der Energiekrise nachlasse. In den kommenden zwei Jahren müsse der Staat »klotzen«. 
  • 9/27/202212:34:36 PM
    Angesprochen auf die Debatte, ob die verbleibenden Atomkraftwerke vorübergehend am Netz bleiben sollen, sagt Graichen, man müsse »den Netz-Stresstest rückwärts lesen«, um das zu entscheiden. »Also sind die Voraussetzungen gegeben oder nicht?« Dafür gebe es drei Kriterien: Die Verfügbarkeit der französischen AKW, die der Kohlekraftwerke und die Verfügbarkeit von Gas für die süddeutschen Gaskraftwerke. »Wenn ein Teil fällt, müssen wir uns das jetzt angucken«, sagt Graichen mit Blick auf die französischen AKW.
  • 9/27/202212:31:00 PM
    • Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, im Gespräch mit Steffen Klusmann und Gerald Traufetter vom SPIEGELBCG/SPIEGEL/Frank BeerPatrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, im Gespräch mit Steffen Klusmann und Gerald Traufetter vom SPIEGELBCG/SPIEGEL/Frank Beer
  • 9/27/202212:27:46 PM
    Zuletzt wurde auch über die Gasumlage diskutiert – kann sie noch eingeführt werden, wenn Uniper verstaatlicht ist? Graichen sagt dazu, zum einen sei in den Ministerien noch einmal über den rechtlichen Aspekt der Umlage diskutiert worden. Die andere Frage sei aber, ob sie noch zeitgemäß sei. Das müsse die Politik entscheiden.
  • 9/27/202212:27:08 PM
    Inzwischen sitzt Patrick Graichen auf dem Podium – und stellt sich den Fragen der SPIEGEL-Kollegen Steffen Klusmann und Gerald Traufetter. Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium kümmert sich in Habecks Haus um die Energiewende und gilt als »Mastermind« hinter dem Energieminister. Aktuell beschäftigt ihn der Druckabfall in den Ostseepipelines. »Im Moment kann sich das keiner erklären, wir müssen schauen, ob da ein Anschlag dahinter steht, es kann in die eine oder die andere Richtung gehen«, sagte er. Und: »Die Russische Kriegsführung ist eine, in der »immer aktiv mit dem Gasmarkt gespielt« worden sei. Zutrauen könne man dem Regime Wladimir Putins jedenfalls »sehr viel«.

  • 9/27/202212:21:20 PM
    Willkommen aus dem Westhafen in Berlin! Hier findet heute die Klimakonferenz von SPIEGEL und BCG statt. Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat gezeigt, dass sich Deutschland schnellstmöglich vom russischen Gas emanzipieren muss. Aber ist die aktuelle Krise Bremse oder Katalysator für die Energiewende? Darüber diskutieren heute prominente Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Unter anderem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, CSU-Chef Markus Söder, der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, und Luisa Neubauer von Fridays for Future. Seien Sie dabei!
  • 9/27/202212:20:00 PM
    Habeck räumt aber auch ein: »Ich bin auf die Hilfe der Länder angewiesen. Die Atomdebatte, die wir uns gerade liefern, ist nur Resultat des unterbliebenen Windkraftausbaus in Bayern und der Stromnetze«, sagte er. »Hätte wie vor zehn Jahren beschlossen die Bundesrepublik überall ihre Ziele erfüllt, wir hätten diese Frage schon längst hinter uns gelassen.«
  • 9/27/202212:18:23 PM
    AKWs in die Notreserve zu nehmen dürfte den Grünenpolitiker schmerzen. Habeck teilt aber auch aus – und wirft Ministerpräsident Markus Söder Versäumnisse beim Windkraftausbau vor. In Richtung des CSU-Politikers sagte er: »Es ist jetzt Gesetzeswirkung in Deutschland, dass jedes Bundesland, auch Bayern, zwei Prozent Windkraftanlagen auf der Landesfläche installieren muss. Ohne Diskussion, ohne große Demonstration in meinem Ministerium.« 

  • 9/27/202212:14:08 PM
    Auf die Frage, ob jetzt der Streckbetrieb kommt, sagt Habeck: »Jedenfalls wird es nicht unwahrscheinlicher.«

  • 9/27/202212:13:10 PM
    »Das werden wir jetzt weiter beobachten, aber die Situation in Frankreich entwickelt sich nicht gut«, sagt Habeck. Die Hauptgefahr liege in einem Netzengpass – »also nicht die Strommenge, sondern das Verteilen des Stroms im Netz.« Schon jetzt fehle Atomstrom aus Frankreich. Die Franzosen hätten in den vergangenen Jahren jeweils weniger Strom geliefert als angekündigt. »Das macht mir also schon große Sorgen.«
  • 9/27/202212:12:21 PM
    Und Habeck spricht Klartext. Der Bundeswirtschaftsminister hält es für immer wahrscheinlicher, dass die verbleibenden zwei Atomkraftwerke im sogenannten Streckbetrieb bis Frühjahr am Netz bleiben könnten. »Wir sind jetzt schon in einem Bereich, wo der Stresstest sagt: Da kann es notwendig werden, Atomkraftwerke für die Netzsicherheit einzusetzen.«

  • 9/27/202212:10:04 PM
    Den Anfang macht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. SPIEGEL-Chefredakteur Steffen Klusmann hat Habeck im Vorfeld der Konferenz interviewt – jetzt zu sehen auf der Bühne im Westhafen.
  • 9/27/202212:09:42 PM
    Über diese Frage diskutieren mit uns einige prominente Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Verfolgen Sie hier Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, CSU-Chef Markus Söder, den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller und Luisa Neubauer von Fridays for Future.
  • 9/27/202212:04:04 PM
    Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat gezeigt, dass sich Deutschland schnellstmöglich vom russischen Gas emanzipieren muss. Aber ist die aktuelle Krise Bremse oder Katalysator für die Energiewende? Das ist unsere Kernfrage heute.

  • 9/27/202212:01:18 PM
    Hallo auch von mir aus Berlin. Ob hier im Westhafen, vor dem heimischen Rechner oder am Handy in der U-Bahn. Tauschen Sie sich unter #KlimaKon22 auch auf Twitter zu der Konferenz aus!
  • 9/27/202212:00:00 PM
    Habeck räumt aber auch ein: »Ich bin auf die Hilfe der Länder angewiesen. Die Atomdebatte, die wir uns gerade liefern, ist nur Resultat des unterbliebenen Windkraftausbaus in Bayern und der Stromnetze«, sagte er. »Hätte wie vor zehn Jahren beschlossen die Bundesrepublik überall ihre Ziele erfüllt, wir hätten diese Frage schon längst hinter uns gelassen.«
  • 9/27/202211:58:14 AM
    Hallo aus Berlin, liebe Leserinnen und Leser! Hier am Westhafen findet heute die Klimakonferenz von SPIEGEL und BCG statt. Mein Kollege Alexander Preker und ich nehmen Sie mit durch diesen Tag.
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