Engpass bei Lieferanten Daimler muss Produktion runterfahren

Lange Weihnachtsferien bei Daimler: Am Lkw-Standort Wörth ruht die Produktion bis 14. Januar, auch andere Werke stehen still. Schuld ist der Engpass bei einem Lieferanten.


Stuttgart - Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen boomt - aber Daimler kann sie nicht befriedigen. Wegen ausbleibender Lieferungen von Zulieferteilen werde das Lkw-Werk in Wörth die Betriebsferien über die Weihnachtsfeiertage verlängern, teilte der Stuttgarter Konzern mit. Die Produktion solle zwischen dem 19. Dezember und dem 14. Januar ruhen. Auslöser sind Lieferengpässe für Gussteile einer Schweizer Unternehmensgruppe.

Daimler-Werk Sindelfingen: Fehlende Gussteile
DPA

Daimler-Werk Sindelfingen: Fehlende Gussteile

Mit Lieferschwierigkeiten ist Daimler auch im Werk Ludwigsfelde bei Berlin konfrontiert. Bereits seit vergangenem Donnerstag sind dort rund 1000 Beschäftigte in vorgezogener Weihnachtspause. Grund sei die stark eingeschränkte Lieferung von Achsen, berichtet der "Tagesspiegel". Die Produktion solle am 9. Januar wieder aufgenommen werden, sagte ein Daimler-Sprecher. In Ludwigsfelde stellen 2500 Daimler-Beschäftigte die Mercedes-Transporter Sprinter und Vario her. Nun werde die Produktion von etwa 1100 Transportern ausfallen.

In den Pkw-Werken Sindelfingen und Bremen wird für bestimmte Mitarbeiter die Betriebsruhe über Weihnachten um zwei bis fünf Tage verlängert, sagte eine Daimler-Sprecherin. Die Betriebsruhe beginnt dort am 24. Dezember. Es werde aber nicht die gesamte Produktion in beiden Werken stillstehen. Keine Angaben machte das Unternehmen darüber, wie viele Fahrzeuge wegen fehlender Gussteile nicht gebaut werden können und wie viel Umsatz dem Unternehmen dadurch verloren geht.

wal/Reuters/dpa



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