Enron-Pleite Citigroup und UBS wollen sich einkaufen

Nach der spektakulären Pleite wird Enron jetzt zerfleddert. Zwei Großbanken buhlen um das Handelsgeschäft des gefallenen Energieriesen.


Enron: "Das führende Unternehmen der Welt"
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Enron: "Das führende Unternehmen der Welt"

New York - Sowohl die Citigroup als auch die UBS AG wollen dem "Wall Street Journal" zufolge das Energiehandelsgeschäft der insolventen Enron Corporation übernehmen. Zwei Separate Gebote würden derzeit vorbereitet. Wie die Online-Ausgabe des "Journal" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, wird auch bei J.P. Morgan Chase & Co. über ein Gebot nachgedacht. Mit dessen formaler Einreichung sei aber nicht so schnell zu rechnen.

Citigroup und UBS seien daran interessiert, sich die Mehrheit an einer neu zu schaffenden Handelsgesellschaft zu sichern, die Enrons Handelsgeschäft, vor allem das Portal "Enron Online", weiterführen würde. Wie viel die beiden Banken Enron dafür zahlen wollen, ist unklar. Allzu niedrige Gebote würden vermutlich von Enrons Gläubigern torpediert werden.

Sobald die Verhandlungen über die Gebote für das Enron Energiegeschäft abgeschlossen sind, werden Citigroup und UBS diese vermutlich zügig den New Yorker Konkursgericht zuleiten, das mit dem Enron-Fall betraut ist. Die Kaufgebote wären der erste Schritt zu einem Auktionsverfahren, dass die amerikanische Gesetzgebung für Bankrotte vorsieht.

Branchenbeobachter sind der Ansicht, dass das nach eigenem Slogan "führende Unternehmen der Welt" nur dann gerettet werden kann, wenn es gelingt, das Energiehandelsgeschäft des Unternehmens wieder zum Laufen zu bringen.



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