Enron-Skandal Wirtschaftsprüfer Andersen schuldig gesprochen

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen ist im Pleitefall Enron der Justiz-Behinderung schuldig gesprochen wurden.


Houston - Ein Schöffengericht in Houston erklärte am Samstag nach zehntägigen Beratungen, Andersen habe im Oktober und November vergangenen Jahres unrechtmäßig Enron-Akten und -dateien manipuliert und vernichtet. Den Verantwortlichen für das Unternehmen droht nun eine fünfjährige Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe bis zu 500.000 Dollar (knapp 530.000 Euro).

Das Urteil galt als möglicher Todesstoß für die bereits von hohen Verlusten geplagte Gesellschaft. Andersen geriet nach dem Enron-Konkurs im Dezember in Bedrängnis und verlor mehr als 650 seiner 2.300 Klienten. Im April kündigte das Unternehmen die Entlassung von rund 7.000 Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten an, einem Viertel der gesamten US-Belegschaft. Niederlassungen im Ausland sagten sich zum Teil vom Mutterkonzern los oder gingen Fusionen mit anderen Firmen ein. Das Strafmaß gegen Andersen soll am 26. August bekannt gegeben werden.



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