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Chemie Entlassungen und neue Milliarden

aus DER SPIEGEL 42/1993

In der ostdeutschen Chemie sind weitere Massenentlassungen geplant. Von den über 14 000 Beschäftigten bei Buna, Leuna, der Bitterfelder Chemie AG und den Sächsischen Olefinwerken sollen nach den Plänen der Treuhand 4000 im nächsten Jahr gehen, weitere 3000 Arbeitsplätze sollen bis 1996 gestrichen werden. Vom Personalabbau sind diesmal auch die Führungskräfte bis hin zu Vorstandsmitgliedern betroffen. Die Chemiemanager konnten sich mit ihren Unternehmenskonzepten nicht durchsetzen, weil die von ihnen erhofften Umsatzzuwächse unerreichbar scheinen. Dieses Jahr schrumpft der Umsatz der vier Chemiegesellschaften voraussichtlich um über 900 Millionen Mark auf 2,2 Milliarden Mark - bei einem Verlust von etwa 1,1 Milliarden Mark. Bisher hat die Treuhand rund 9,3 Milliarden Mark für die ostdeutsche Großchemie aufgewendet. Für die Modernisierung und den Umbau der Werke sind bis 1998 laut Treuhand-Plan noch weitere 7,6 Milliarden Mark erforderlich.

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