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31. Januar 2006, 11:32 Uhr

Entzweite Partner

Obi streitet mit Otto um Online-Shop

Seit fünf Jahren verkaufen Obi und Otto gemeinsam im Internet Handwerker-Artikel. Nun steht Obi@Otto vor dem Aus. Die Baumarktkette und der Versandkonzern haben sich laut einem Pressebericht überworfen.

Hamburg - Die Geschäftsaktivitäten von Otto und Obi waren bislang eng verwoben. Das Hamburger Handelshaus hat für Europas größte Baumarktkette die Online-Aktivitäten gesteuert, den Katalog gedruckt und mit der Tochter Hermes den Versand übernommen. Wie das "Handelsblatt" heute allerdings berichtet, ist die Kooperation ernsthaft gefährdet.

Obi@Otto: Streit um Umsatzforderungen

Obi@Otto: Streit um Umsatzforderungen

Grund dafür sollen Streitereien über die Strategie sein. Demnach stört sich Otto an übertriebenen Umsatzforderungen von Obi. Der Versandhändler wollte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE dazu nicht äußern, ebenso wenig Obi. "Entgegen anders lautenden Gerüchten und Vermutungen besteht das Joint-Venture zwischen Obi und Otto nach wie vor", sagte eine Sprecherin der Heimwerkerkette.

Laut "Handelsblatt" sucht Otto allerdings bereits nach einem neuen Partner. Aus Branchenkreisen hieß es, dass der Konzern mit anderen Baumärkten Gespräche führt.

Obi zählt im Baumarktbereich zu den Schwergewichten. Die zur Tengelmann-Gruppe gehörende Kette erzielt mit rund 30.000 Mitarbeitern weltweit einen Jahresumsatz von mehr als 6 Milliarden Euro. Der Otto Versand ist seinerseits mit mehr als 50.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 14 Milliarden Euro einer der führenden Versandhauskonzernen.

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