Erbe und Philantrop US-Milliardär Rockefeller gestorben

Laurance Rockefeller, Enkel des legendären Ölmagnaten, ist im hohen Alter an einer Lungenkrankheit gestorben. Der US-Unternehmer hatte mit seinem Reichtum vor allem die Medizinforschung unterstützt und große Landareale gekauft, um sie zu Naturparks zu machen.


Rockefeller auf einem Foto aus dem Jahr 1964: US-Präsidenten in Umweltfragen beraten
AP

Rockefeller auf einem Foto aus dem Jahr 1964: US-Präsidenten in Umweltfragen beraten

New York - Laurance Spelman Rockefeller sei am Sonntag in seiner New Yorker Wohnung gestorben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf einen Sprecher der Familie. Der 94-Jährige war an Lungenfibrose erkrankt.

Der Enkel John D. Rockefellers war seit Ende der dreißiger Jahre an der Wall Street als Investor tätig gewesen. Auf der "Forbes"-Liste der reichsten Männer der USA wurde er zuletzt an Stelle 377 geführt. Sein Vermögen wurde auf 1,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Rockefeller galt auch als ein Pionier des Geschäftes mit Risikokapital. Er investierte früh in Konzerne wie McDonnell Aircraft, Intel und Apple Computer. Dabei sei sein Ziel gewesen, vor allem Firmen zu unterstützen, die Staatssicherheit und der Wohlfahrt der Allgemeinheit nützten, erklärte er einmal.

Rockefeller hatte Philosophie und dann Jura in Harvard und Princeton studiert. Immer wieder beschäftige er sich mit der Frage, wie er immensen Reichtum seiner Familie nutzbringend verwenden könnte. Er kaufte mit seinem Vermögen Landflächen auf, die er zur Vergrößerung von Naturparks in den Staaten Wyoming, Kalifornien, Vermont, Maine und Hawaii stiftete. Er war als Berater in Umweltfragen für insgesamt fünf US-Präsidenten tätig.

Rockefeller hinterlässt vier Kinder, acht Enkelkinder und zwölf Urenkel. Seine Frau war bereits 1997 gestorben.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.