Erdöl Indonesien denkt über Opec-Austritt nach

Die Ölquellen versiegen: Weil die Fördermenge in Indonesien nicht einmal mehr für den eigenen Bedarf reicht, denkt das Land über einen Austritt aus der Opec nach. Im Gegensatz zu dieser Organisation hat Jakarta nun als Importland ein Interesse an einem niedrigen Ölpreis.

Jakarta - Das einzige ostasiatische Mitgliedsland der Opec, Indonesien, erwägt den Austritt aus dem Erdölkartell, weil die eigene Ölförderung immer weiter sinkt.

Indonesien fördere mittlerweile nur noch unter einer Million Barrel pro Tag und importiere selbst Rohöl, sagte Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono am heutigen Dienstag vor Journalisten. Deshalb werde nun geprüft, ob Indonesien noch in der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) bleiben müsse.

Um die Kosten für die Opec-Mitgliedschaft zu sparen, hatten Regierungsberater bereits vor einigen Jahren einen Austritt empfohlen. Indonesien schloss sich dem Kartell 1962 an.

Als Importland steht für Indonesien nun - entgegen den Opec-Interessen - ein niedrigerer Ölpreis im Vordergrund. Die indonesische Erdölproduktion sinkt, weil die Ölquellen versiegen und nennenswerte Investitionen in die Industrie fehlen.

kaz/Reuters

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