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DOSENPFAND Erfrischung oder nicht?

aus DER SPIEGEL 2/2003

Red Bull streitet mit dem deutschen Umweltministerium um den Status seines Trendgetränks. Für das Ministerium gilt der Energy-Drink als Erfrischungsgetränk - und dafür ist seit Jahresbeginn Dosenpfand fällig. »Diese Einordnung ist ein Fehler«, sagt Manfred Hückel, Geschäftsführer von Red Bull Deutschland. Das von dem Österreicher Dietrich Mateschitz erfundene Trendgetränk sei eine Art Kaffeespezialität und müsse somit von der Pfandpflicht befreit werden, fordert Hückel spitzfindig. Seit einem Beschluss des Landratsamtes Berchtesgaden stehe sogar auf jeder Dose eine Warnung, die auf den hohen Koffeinanteil aufmerksam macht: »Nur in begrenzten Mengen verzehren«. Dies widerspreche gängigen Lebensmittel-Definitionen, nach denen Erfrischungsgetränke Durst löschen sollen. Falls weiterhin Pfand fällig sei, könnte im schlimmsten Fall jeder zweite Vertriebspartner in Deutschland den Brauseverkauf einstellen, fürchtet Hückel. Von Seiten der Verbraucher erwartet der Statthalter der österreichischen Firma »langfristig keine Probleme«. In einigen Staaten der USA oder in Schweden, wo seit längerem Pfand für Red Bull zu zahlen ist, hätten sich die Käufer auch daran gewöhnt.

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