Bis Ende März 2022 Erleichterter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden

Weniger Aufträge, Probleme mit der Logistik: Weil Betriebe die Folgen der Coronapandemie noch immer spüren, will das Bundesarbeitsministerium die gelockerten Kurzarbeitsregeln um drei Monate verlängern.
Viele Betriebe leiden noch immer an den Folgen der Coronapandemie

Viele Betriebe leiden noch immer an den Folgen der Coronapandemie

Foto: Marcus Brandt/ dpa

Die Coronapandemie hat die Wirtschaft hart getroffen, und trotz leichter Entspannung am Arbeitsmarkt stehen viele Firmen noch immer vor großen Problemen. Sie sollen nun weiter erleichterten Zugang zu Kurzarbeit erhalten, teilte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums mit.

Geplant sei, die Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von maximal 24 Monaten und die in der Krise eingeführten Zugangserleichterungen um weitere drei Monate bis zum 31. März 2022 zu verlängern. Ein entsprechender Verordnungsentwurf sei in die Abstimmung innerhalb der Regierung gegeben worden.

»Die weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sind noch immer zu spüren«, so die Sprecherin. »Insbesondere leiden viele Betriebe und Unternehmen unter gestörten Lieferketten.« Betriebe, die bis zum Ende des Jahres die Bezugsdauer von 24 Monaten noch nicht ausgeschöpft hätten, könnten im neuen Jahr weiter von der Verlängerung auf diese Dauer profitieren. Auch geltende Zugangserleichterungen sollen ausgedehnt werden.

Unter anderem reicht es derzeit aus, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten von Arbeitsausfall betroffen sind. Ohne erleichterten Zugang muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.

Unternehmen, die nur durch die Erleichterungen Kurzarbeit durchführen können, sollten nicht von der Verlängerung der Bezugsdauer ausgeschlossen werden. »Damit würden sowohl Betriebe des verarbeitenden Gewerbes, die bereits seit Jahresbeginn von Lieferengpässen betroffen sind, als auch die von der Pandemie besonders betroffenen kontaktintensiven Dienstleistungsbranchen über das Jahresende 2021 hinaus in dem generell schwierigen ersten Winterquartal weiterhin unterstützt«, sagte die Sprecherin.

atb/dpa
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