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Coronakredite Erneut will Luftfahrtunternehmen Staatshilfe

Es ist ruhig geworden um den Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung. Um so erstaunter war man dort, als ein Unternehmen vorstellig wurde. Es handelt sich um die Gategroup, die erst Ende 2020 die Übernahme der Lufthansa-Tochter LSG vollzog.
aus DER SPIEGEL 46/2021
Flugzeug-Essen in einer Küche von Gate Gourmet am Flughafen Zürich

Flugzeug-Essen in einer Küche von Gate Gourmet am Flughafen Zürich

Foto: Christian Beutler / Keystone / picture alliance

Ein weiteres Luftfahrtunternehmen benötigt Staatshilfe. Die Gategroup, die Catering für Flugreisende anbietet, ersucht aktuell um Hilfe des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) der Bundesregierung. Das Schweizer Unternehmen hatte erst im Dezember 2020 das Europageschäft der Lufthansa-Tochter LSG endgültig übernommen. Die Gate­group begründet den Antrag mit der anhaltenden Pandemie: »Wie andere Akteure, etwa Lufthansa, erlitt das Catering­geschäft immense Verluste, die nicht vollständig aus eigener Kraft kompensiert werden können.«

Wie genau die Staatshilfe aussehen soll und wie viel Geld das Unternehmen benötigt, werde geprüft. Die Hilfe ist möglich, weil das Schweizer Unternehmen Standorte in Deutschland hat. Insgesamt ist es ruhig geworden um den WSF; nur noch wenige Unternehmen fragen nach staatlicher Unterstützung; auch nimmt der Tourismus wieder zu. Lufthansa zahlt gerade die Staatsmilliarden zurück, die auf dem Höhepunkt der Coronakrise flossen.

Im Bundeswirtschaftsministerium war man deshalb erstaunt, dass die Gategroup vorstellig geworden ist. Laut Insidern geht es um einen zweistelligen Millionenbetrag. Die Gategroup muss mit hohen Zinsen rechnen. Die Regierungshilfe könnte es dem Unternehmen einfacher machen, zusätzlich an privates Geld zu kommen – mit dem staatlichen Bürgen im Hintergrund. Die Übernahme der Lufthansa-Tochter LSG bereue man indes nicht, heißt es bei der Gategroup. »Mittel- und langfristig bietet die Über­nahme für uns weiterhin eine gute Perspektive.«

mum, gt

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