Erneute Abstufung GM-Aktien verlieren ein Drittel ihres Wertes

Der US-Autogigant General Motors rutscht immer tiefer in die Krise. Nach neuen Hiobsbotschaften verlor die ohnehin schon von Verlusten gebeutelte Aktie des Opel-Mutterkonzerns in New York nochmals mehr als 30 Prozent an Wert.

New York - Der Absturz folgte der Warnmeldung durch S&P. Die Rating-Agentur hatte zuvor eine mögliche weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Herstellers angekündigt. Zudem geht der Absatz von GM neben dem katastrophalen US-Markt nun auch in Europa auf Talfahrt.

GM-Logo: Finanzkrise beginnt, auf die gesamte Wirtschaft überzugreifen

GM-Logo: Finanzkrise beginnt, auf die gesamte Wirtschaft überzugreifen

Foto: Getty Images

GM musste wie der ebenfalls notleidende Konkurrent Ford bereits mehrfach Insolvenzgerüchte dementieren. Eine weitere Herabstufung durch Rating-Agenturen würde den Konzern in noch größere finanzielle Schwierigkeiten bringen. Denn die schlechtere Bonität führt dazu, dass Kredite nur noch mit deutlichen Risikozuschlägen zu bekommen sind.

Börsianer werteten die existenzbedrohenden Probleme beim größten US-Autobauer auch als Zeichen für ein weiteres Übergreifen der Finanzmarktkrise auf die gesamte Wirtschaft.

Den US-Autobauern macht neben der Konjunkturkrise eine verfehlte Modellpolitik mit zu wenig sparsamen Wagen zu schaffen. Der Konzern kündigte am Donnerstag weitere Einschnitte bei Produktion und Kosten an. Opel hatte erst vor wenigen Tagen einen Fertigungsstopp in nahezu allen europäischen Werken bekanntgegeben.

Die GM-Aktie kostete zum US-Handelsschluss am Donnerstag lediglich noch 4,76 Dollar (minus 31,11 Prozent). Dies ist der tiefste Stand seit weit mehr als fünf Jahrzehnten. Seit Jahresbeginn büßte der Konzern rund 80 Prozent seines Börsenwerts ein. Die Ford-Aktie stürzte um fast 22 Prozent auf gerade noch 2,08 Dollar ab.

mik/dpa

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