Erster Handelstag "Aktie Gelb" pendelt um Ausgabepreis

Das Papier der Deutschen Post wird rege gehandelt. Nach einem freundlichen Start ist die "Aktie Gelb" allerdings zeitweilig wieder unter den Ausgabepreis gefallen.


Gelbe Stiere vor der Frankfurter Börse: Unterstützung für das Post-Papier
REUTERS

Gelbe Stiere vor der Frankfurter Börse: Unterstützung für das Post-Papier

Frankfurt am Main - Gegen 10.00 Uhr notierte die Aktie im Xetra-Handel mit 20,93 Euro und damit sieben Cent unter dem Platzierungspreis. Wenige Minuten später wechselten die Papiere allerdings wieder oberhalb der 21-Euro-Marke den Besitzer. Gegen Mittag zeigte sich die Aktie etwas gestärkt und notierte auf Xetra bei rund 21,80 Euro.

Der erste Kurs der Aktie war auf Xetra noch mit 21,02 Euro und im Frankfurter Handel noch mit 21,40 Euro festgestellt worden. Innerhalb der ersten Handelsstunde wurden dabei an der Frankfurter Börse rund 17,5 Millionen und auf Xetra rund 10,5 Millionen Aktien umgesetzt.

In ersten Reaktionen bescheinigten Analysten der Deutschen Post ein gelungenes Börsendebüt. Die Emission sei für das Unternehmen angesichts gewisser Vorbehalte sehr gut gelaufen, sagte Hartmut Moers vom nicht im Konsortium eingebundenen Bankhaus Julius Bär. Bei dem etwas höher als erwartet ausgefallenen Ausgabepreis von 21 Euro sei das Papier interessant für Nachkäufe.

Moers stuft die "Aktie Gelb" mit "buy" ein und hält an seinem Kursziel von 24,50 Euro fest. Dass die Nachfrage bei den institutionellen Investoren wesentlich höher war als bei Privatanlegern, sei zu erwarten gewesen, da den Profis gegenüber die "Story" der Post habe wesentlich einfacher verdeutlicht werden können.

Robert Gülpers von Sal. Oppenheim sagte, den Ausgabepreis von 21 Euro könne man "gerade noch hinnehmen". Der erste Kurs von 21,40 Euro zeige, dass die Post "nicht der Superkandidat für enorme Kursgewinne" sei. Er gehe eher von einer moderaten Kursentwicklung der jungen Aktie aus.

Der Bruttoerlös aus dem Börsengang beläuft sich für den Bund als Post-Eigentümer den Angaben zufolge auf rund 6,6 Milliarden Mark. Rund die Hälfte der angebotenen 278 Millionen Aktien waren an Privatanleger vergeben worden. Die Preisfindungsspanne hatte 18 bis 23 Euro betragen. Nach Angaben der Post war die "Aktie Gelb" achtfach überzeichnet.



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