EU-Erlaubnis In der Slowakei kommt der Euro

Am 1. Januar 2009 ist es soweit: Die Slowakei wird Teil der Euro-Zone. Nach Slowenien darf nun der nächste ehemalige Ostblock-Staat die Gemeinschaftswährung einführen.


Brüssel - Es gibt wieder neue Motive auf den Euro-Münzen: Ab 1. Januar 2009 darf die Slowakei die Gemeinschaftswährung einführen. Die EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gaben dafür am Donnerstag grünes Licht. Am 8. Juli müssen noch die EU-Finanzminister zustimmen, das ist jedoch nur Formsache. Damit ist die Slowakei der 16. Staat, der seine nationale Währung gegen den Euro tauscht. Die Euro-Zone umfasst dann rund 325 Millionen Einwohner.

Euro: Die Slowakei führt die Gemeinschaftswährung ein
DPA

Euro: Die Slowakei führt die Gemeinschaftswährung ein

Seit Jahren weist die Slowakei eine der höchsten Wachstumsraten der EU auf. Außerdem erfüllt das Land alle Kriterien für die Mitgliedschaft. So betrug das Haushaltsdefizit im Jahr 2007 nur 2,2, Prozent und lag damit unter der Höchstgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Auch die Schuldenquote und die Teuerungsrate überschreiten die vorgegebenen Höchstgrenzen nicht.

Die Regierung in Bratislava wurde von der Europäischen Zentralbank jedoch aufgefordert, die Wirtschaftreformen im Land fortzusetzen und die Märkte weiter zu öffnen. Besonders im Energiesektor müsse der Wettbewerb gefördert werden, hieß es.

Die Slowakei ist erst seit vier Jahren EU-Mitglied. Das Land verfolgte einen strikten wirtschaftlichen Reformkurs, um fit für den Euro zu werden. Von den EU-Neumitgliedern sind seit 2007 Slowenien und seit 2008 Zypern und Malta Teil der Euro-Zone.

cvk/AP/dpa



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