EU-Kommission E.on darf Endesa-Beteiligungen kaufen

Es ist ein später Sieg für E.on: Schon lange will der deutsche Konzern in Europa wachsen. Jetzt hat Die EU-Kommission genehmigt, dass E.on Beteiligungen des spanischen Energieriesen Endesa übernimmt.


Brüssel - Für E.on ist die langersehnte Entscheidung gefallen: Der deutsche Energieversorger darf mit der Genehmigung aus Brüssel Beteiligungen des führenden spanischen Stromversorgers Endesa kaufen. Der Schritt beeinträchtige den Wettbewerb in Europa nicht, teilte die EU-Kommission mit.

E.on-Zentrale: Der Konzern kauft Beteiligungen in Europa
E.ON AG

E.on-Zentrale: Der Konzern kauft Beteiligungen in Europa

E.on wird den spanischen Viesgo-Konzern sowie Endesa-Beteiligungen in Frankreich, Polen, Italien und der Türkei übernehmen. Der Kaufpreis liegt nach früheren Angaben des Unternehmens bei 8,9 Milliarden Euro. Damit stärkt E.on Chart zeigen seine internationale Präsenz: In Spanien steigen die Deutschen zum viertgrößten Energieerzeuger auf. Außerdem fasst der Konzern erstmals auf dem französischen Markt Fuß.

Das Unternehmen Viesgo, das E.on nun übernimmt, ist die spanische Tochtergesellschaft des italienischen Energieriesen Enel. Ursprünglich wollte E.on Endesa Chart zeigen ganz übernehmen, doch der Deal war vor gut einem Jahr gescheitert: Enel und der spanische Mischkonzern Acconia hatte sich nach einem monatelangen Übernahmekampf die Mehrheit an dem Konzern gesichert.

Nach dem verlorenen Übernahmekampf hatte sich der deutsche Energiekonzern E.on mit seinen Konkurrenten Acconia und Enel Chart zeigen auf das jetzige Vorgehen verständigt. Die EU-Kommission hatte dafür den Verkauf einiger Geschäftssparten von Endesa an E.on zur Auflage gemacht.

cvk/dpa-AFX/Reuters/AFP



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