Migrationsagenda EU will einheitliche Blue Card für hoch qualifizierte Einwanderer

Die legale Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte könnte nach Informationen des SPIEGEL für die ganze EU vereinheitlicht werden. Mit einer Migrationsagenda soll die Zuwanderung besser gesteuert werden.

Hauptsitz der EU-Kommission
DPA

Hauptsitz der EU-Kommission


Die EU-Kommission plant, die legale Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte nach Europa mit dem System der Blue Card einheitlich zu regeln. Eine Überarbeitung der entsprechenden Richtlinie will die Kommission nach Informationen des SPIEGEL am kommenden Dienstag vorlegen. Sie ist Teil der sogenannten Migrationsagenda, mit der Zuwanderung nach Europa besser gesteuert werden soll. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Nach dem Willen der Behörde soll es künftig ein einheitliches Angebot der EU für hoch qualifizierte Migranten geben, die nicht aus der Union kommen. Die Frage, wie viele Zuwanderer die jeweiligen EU-Mitgliedstaaten im Rahmen des Blue-Card-Systems aufnehmen, entscheiden die Regierungen selbst.

Das bisherige Blue-Card-System gilt als zu kompliziert, nur Deutschland nutzte es in größerem Umfang. Es gilt für Hochqualifizierte, die mindestens 50.000 Euro im Jahr verdienen müssen, außer sie arbeiten in sogenannten Mangelberufen, etwa in der IT-Branche.

"Potenzial nicht ausgeschöpft"

"Die Blue-Card-Richtlinie von 2009 hat ihr Potenzial, talentierte und hoch qualifizierte Drittstaatsangehörige anzuziehen, nicht ausgeschöpft", bilanzierte die Kommission im April. Um das zu ändern, sollen sich Blue-Card-Inhaber künftig leichter innerhalb der EU bewegen können.

Deutschland werde von den Änderungen kaum betroffen sein, heißt es im Bundesarbeitsministerium, die deutschen Blue-Card-Regeln gehörten zu den liberalsten. Anfang 2016 lebten in Deutschland rund 28.000 Drittstaatsangehörige mit einer Blue Card.

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