Europäische Konzerne Kein Geld für UMTS-Lizenzen

Den Wettbewerb um die Verteilung der UMTS-Lizenzen in Asien werden die fernöstlichen Telefon-Gesellschaften unter sich ausmachen. Telekom und Co. fehlen nach dem Ringen um die europäischen Lizenzen die finanziellen Reserven.


AP

Hamburg - DoCoMo, Hutchison, Telstra und Singapore Telecom sind dagegen beneidenswert schuldenfrei und haben damit die wichtigsten Trümpfe in der Hand, wenn demnächst die asiatischen Regierungen die Lizenzvergabe im Mobilfunk starten. Und so wie es aussieht, werden sie ihre Lehren aus den schlechten Erfahrungen in Europa ziehen.

"Den Asiaten sind die Fehler bei der Lizenzverteilung in Europa nicht entgangen. Japan und Korea haben überhaupt keine Versteigerungen durchgeführt", erklärt David Dodwell, Berater bei der Unternehmensberatung Forrest International.

Stattdessen seien sie ihrer erprobten "leistungsbasierten" Lizenzvergabe treu geblieben. Bei der Versteigerung in Singapur Ende Februar wird sich die Regierung glücklich schätzen, wenn sie eine Milliarde US-Dollar erzielt. In Taiwan hofft die Regierung im März auf Einnahmen von umgerechnet rund 3,8 Milliarden US-Dollar. In Hongkong wird im Juni wahrscheinlich eine gemischte Versteigerung stattfinden. Jedoch wird von Woche zu Woche ein niedrigerer Erlös erwartet.



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