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ZINSEN Europas Anleihen im Gleichschritt

aus DER SPIEGEL 43/1997

Die bedeutenden internationalen Kapitalanleger spekulieren auf eine große Europäische Währungsunion. Die Zinsdifferenzen zwischen italienischen, spanischen und deutschen Anleihen haben sich bei langen Laufzeiten schon weitgehend angeglichen. Wer im vergangenen Jahr in italienische oder spanische Wertpapiere investierte, konnte zweistellige Kursgewinne realisieren. Nun spekulieren viele Anleger darauf, daß auch die Zinsen im kurzfristigen Bereich konvergieren. Wenn der Euro mit der spanischen Peseta und der italienischen Lira startet, werden die Zinsen dort fallen und in Deutschland steigen. Die meisten Marktteilnehmer erwarten bei den kurzfristigen Zinsen ein gemeinsames europäisches Niveau von 4 bis 4,5 Prozent. Wenn dieses Szenario eintritt, lassen sich mit Anleihen der Mittelmeeranrainer Kursgewinne und höhere Zinsen kassieren. Heinz Fesser, Fondsmanager des europaweit größten Rentenfonds Inter-Renta von der Fondsgesellschaft DWS, hat mehr als zwei Milliarden Mark in Italien und Spanien investiert. Noch mehr Geld - nämlich knapp die Hälfte der 20 Milliarden Mark, die unter seiner Obhut stehen - hat er allerdings in Dollaranleihen gesteckt. Die Strategie hat sich bisher ausgezahlt: Seit Jahresanfang fuhr der Inter-Renta zwölf Prozent Rendite ein.

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Langfristige Zinsen in Italien, Spanien, Großbritannien und

Deutschland

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Langfristige Zinsen in Italien, Spanien, Großbritannien und

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