Eurozone Handelsbilanzüberschuss wieder auf Vorkrisenniveau

Der saisonbereinigte Handelsbilanzüberschuss der Eurozone ist im September um drei Milliarden Euro gestiegen – und damit wieder auf Vorkrisenstand. Dennoch leidet der Außenhandel noch immer unter der Pandemie.
Containerterminal in Mainz (Archivbild)

Containerterminal in Mainz (Archivbild)

Foto: Fredrik Von Erichsen/ picture alliance / dpa

Der Außenhandel der Eurozone hat sich im September weiter von dem drastischen Einbruch in der Coronakrise erholt. Das Statistikamt Eurostat teilte mit , dass der saisonbereinigte Handelsbilanzüberschuss dank gestiegener Exporte zum Vormonat um 3 Milliarden gestiegen sei. Er liege jetzt bei 24,0 Milliarden Euro.

Volkswirte hatten im Schnitt mit 22,5 Milliarden Euro gerechnet.

Die Ausfuhren stiegen zum Vormonat bereinigt um 4,1 Prozent. Die Einfuhren legten lediglich um 2,7 Prozent zu. Weil sich die Exporte in den letzten fünf Monaten allgemein schneller erholten, als die Importe, ist der Handelsbilanzüberschuss damit wieder ungefähr auf Vorkrisenniveau.

Dennoch sind die Folgen der Coronakrise keinesfalls überwunden: Die Ausfuhren liegen im September weiterhin 7,9 Prozent unter dem Niveau vom Februar. Bei den Einfuhren ist es ein Minus von 8,1 Prozent.

Wirtschaftswachstum geringer als erwartet

Das Wirtschaftswachstum fiel dagegen etwas geringer aus, als es Analysten erwartet hatten. Zwar wuchs das BIP des Euroraums im dritten Quartal um 12,6 Prozent – das ist der stärkste Zuwachs seit Beginn der Aufzeichnungen 1995. In einer ersten Erhebung hatte Eurostat allerdings ein Wachstum von 12,7 Prozent gemeldet.

bah/dpa
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