Krisenunternehmen Handel mit Aktien von Evergrande in Hongkong ausgesetzt

Die Krise um den chinesischen Immobilienkonzern Evergrande verschärft sich. Um einen weiteren Werteverfall der Aktien zu stoppen, wurde der Handel mit den Papieren ausgesetzt.
Evergrande-Gebäude in Hongkong: Höchst verschuldetes Immobilienunternehmen der Welt

Evergrande-Gebäude in Hongkong: Höchst verschuldetes Immobilienunternehmen der Welt

Foto: JEROME FAVRE / EPA

Der Handel mit Aktien des schwer angeschlagenen chinesischen Immobilienriesen Evergrande an der Börse in Hongkong ist ausgesetzt worden. Einen Grund nannte die Hongkonger Börse in ihrer Mitteilung am Montag nicht. Es ist das erste Mal in der jüngsten Liquiditätskrise des mit mehr als 300 Milliarden US-Dollar verschuldeten Unternehmens, dass der Handel mit seinen Aktien ausgesetzt wurde.

Neben der Evergrande Group (EVG) wurden auch die Aktien des Hausverwaltungs-Arms Evergrande Property Services nicht gehandelt. Dagegen ging das Geschäft mit der Elektroauto-Sparte Evergrande New Energy Vehicle Group unverändert weiter. Vor dem Hintergrund von Zahlungsschwierigkeiten sind die Aktien der Evergrande Group in diesem Jahr schon um rund 80 Prozent gefallen.

Evergrande gilt als das weltweit am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen. Die Probleme des Konzerns haben international Besorgnis über den Zustand des chinesischen Immobiliensektors ausgelöst. Erst vergangene Woche hatte Evergrande eine Bankbeteiligung für zehn Milliarden Yuan (1,3 Milliarden Euro) verkauft, um sich etwas Luft zu verschaffen.

mik/dpa-AFX
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