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Export: Kundschaft verändert sich

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aus DER SPIEGEL 2/1985

Allen Aufschwung-Parolen zum Trotz wird die Konjunktur bisher allein von den deutschen Exporteuren gestützt. Nach ersten Berechnungen verkauften sie 1984 Waren für 493 Milliarden Mark außer Landes, rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Bilanz summierten sich die Überschüsse auf 55 Milliarden Mark zum unerwarteten Rekord. Die Kundschaft hat sich dabei verändert. Während der Absatz im Ostblock jetzt stockt und in den Opec-Staaten sogar schrumpft, blüht das Geschäft mit den Industrieländern. Die dicksten Zuwachsraten verbuchten die Deutschen in den USA und Kanada, in Australien und Südafrika. Der starke Dollar beschleunigte die Nachfrage nach deutschen Autos, Maschinen und Chemikalien. Stärker gefragt als früher sind auch Verbrauchsgüter wie Elektrogeräte, Tuch oder Wein. Die prächtigen Überschüsse sammelten die Außenhändler vor allem bei ihren traditionellen Geschäftspartnern in Europa ein: in Frankreich und England, in Österreich und in der Schweiz.

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