Exportrekord Die Welt liebt Wein aus Deutschland

Der Riesling lässt die Winzer jubeln: Die Weinbauern in Deutschland haben 2006 so viel exportiert wie noch nie. Mancherorts verkauft sich deutscher Weißwein sogar besser als italienischer.


Düsseldorf/Mainz - "Made in Germany" findet auch beim Wein immer mehr Anhänger: 290 Millionen Liter haben deutsche Winzer im vergangenen Jahr exportiert. Das ist eine Steigerung um zehn Prozent gegenüber 2005. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der GfK, die im Auftrag der deutschen Weinindustrie durchgeführt wurde.

Weinkönigin mit Jungwein aus Franken: Im Ausland 18 Prozent mehr Umsatz
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Weinkönigin mit Jungwein aus Franken: Im Ausland 18 Prozent mehr Umsatz

Im Wert legte der Weinexport sogar um 18 Prozent zu. Über eine halbe Milliarde Euro gaben Weintrinker in aller Welt für deutsche Erzeugnisse aus. Vor allem die Rebsorte Riesling hat Deutschland Renommee beschert. "Der Riesling ist weltweit unser Türöffner", sagt Steffen Schindler vom Deutschen Weininstitut (DWI).

Wichtigster Kunde der deutschen Winzer ist Großbritannien. Die trinkfesten Briten konsumierten für 129 Millionen Euro Wein aus Deutschland. Auch in den USA zog der Verkauf an und stieg auf ein Volumen von über 100 Millionen Euro. Das ist ein Zuwachs von 29 Prozent. In Norwegen sind die deutschen Winzer Marktführer und lassen sogar die Italiner hinter sich - allerdings nur bei den Weißweinen.

Der Umsatz im Inland konnte um 3,4 Prozent zulegen. Im Durchschnitt trank jeder Deutsche vergangenes Jahr 20,1 Liter Wein. Kein anderes alkoholisches Getränk lassen sich die Deutschen mehr kosten. Im Schnitt zahlt der Konsument für einen Liter deutscher Wein 2,36 Euro. Die Zahl liegt nicht zuletzt deshalb so niedrig, weil die Deutschen fast jede zweite Flasche Wein beim Discounter kaufen. Schon jeder fünfte Liter Wein, der in Deutschland konsumiert wird, stammt aus dem Sortiment von Aldi.

51,3 Prozent des Umsatzes in Deutschland machten einheimische Weine aus. An zweiter und dritter Stelle folgen Weine aus Frankreich und Italien mit 15 bzw. 13,3 Prozent.

joh/dpa



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