ExxonMobil Ölkonzern verbucht höchsten Gewinn der US-Geschichte

Der amerikanische Ölkonzern ExxonMobil hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 39,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Es ist der höchste Unternehmensgewinn in der US-Geschichte. Auch Shell legte dank der hohen Ölpreise gute Zahlen vor.


Irving - Im Vergleich zum Vorjahr hat ExxonMobil seinen Gewinn um neun Prozent gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich von 370,7 auf 377,6 Milliarden Dollar. Dabei profitierte das Unternehmen vom kräftigen Anstieg der Rohölpreise auf zeitweise 78 Dollar je Barrel. Im vorbörslichen Handel legten die Aktien um mehr als ein Prozent zu. ExxonMobil ist der weltweit größte Ölkonzern. In Deutschland betreibt das Unternehme die Tankstellen der Marke Esso.

Tanklaster von ExxonMobil: Das Unternehmen ist der weltweit größte Ölkonzern
AP

Tanklaster von ExxonMobil: Das Unternehmen ist der weltweit größte Ölkonzern

Auch der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat aufgrund der hohen Ölpreise einen Rekordgewinn eingefahren. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von 25,4 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es 22,7 Milliarden Dollar. Wegen politischer Probleme in wichtigen Fördergebieten wie Nigeria erwartet Konzernchef Jeroen van der Veer in diesem Jahr eine leicht geringer Produktion. Auch der erzwungene Teilrückzug aus dem russischen Fördergebiet Sachalin werde die Produktion 2007 negativ beeinflussen.

Der Gewinn zu aktuellen Wiederbeschaffungskosten (CCS, current costs of supply) stieg nach Unternehmensangaben zwischen Oktober und Dezember um 14 Prozent auf 6,0 Milliarden Dollar. Beim Umsatz wies der Konzern im Schlussquartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 75,5 Milliarden Dollar (Vorjahr: 75,496) aus. "Der Wettbewerb um neue Ressourcen ist erheblich", sagte van der Veer. Er bekräftigte, dass sein Unternehmen Aktivitäten im Iran vorbereite, doch seien hierzu noch keine Investitionsentscheidungen getroffen worden. Die Aktien von Royal Dutch Shell haben heute deutlich zugelegt. Der Kurs stieg ung gut 2,3 Prozent.

Vor der Shell-Zentrale in Den Haag protestierten Umweltschützer, die das Unternehmen auch in einer doppelseitigen Zeitungsanzeige forderten: "Nehmt den Gewinn, um Euren Dreck aufzuräumen." Sie beschuldigten Shell, rücksichtslos gegen die Natur vorzugehen.

wal/dpa/AP



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