Inflation EZB rechnet mit 800 Milliarden Euro für neue Hilfsprogramme

Die Maßnahmen der EZB im Kampf gegen die niedrige Inflation könnten ein Volumen von bis zu 800 Milliarden Euro erreichen. Von dieser Summe gehen die Zentralbanker nach SPIEGEL-Informationen aus.
EZB-Präsident Draghi: 800-Milliarden-Euro-Programme geplant

EZB-Präsident Draghi: 800-Milliarden-Euro-Programme geplant

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Hamburg - Die Europäische Zentralbank (EZB) rechnet derzeit damit, dass ihre neuen Hilfsprogramme auf ein Volumen von bis zu 800 Milliarden Euro kommen. Diese Summe umfasse alle geplanten Maßnahmen, heißt es nach SPIEGEL-Informationen unter Notenbankern – also Aufkaufprogramme für strukturierte Wertpapiere (ABS) und Pfandbriefe sowie Finanzspritzen für Banken. EZB-Chef Mario Draghi habe die Zahl nach der Ratssitzung vergangene Woche jedoch nicht kommuniziert, weil sie noch zu unsicher sei.

Mit dem Maßnahmenpaket will Draghi die zu niedrige Inflationsrate bekämpfen. Der Aufkauf von ABS soll es Banken zudem erleichtern, neue Kredite zu vergeben. In ABS werden Kreditrisiken gebündelt. Doch die EZB will das Risiko dieser Papiere nicht vollständig übernehmen. Für riskantere Papiere sollen staatliche Institutionen Ausfallgarantien gewähren.

Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Einrichtungen wie die Europäische Investitionsbank oder die deutsche Staatsbank KfW. KfW-Chef Ulrich Schröder allerdings sieht die KfW "nicht in der Rolle als Garantiegeber für die risikoreichen Tranchen von europäischen ABS". Die "höchsten Risiken" jedes Landes müssten auch von den jeweiligen nationalen Institutionen aufgefangen werden. "Sonst ist das ein Schritt in Richtung Haftungsgemeinschaft", sagt Schröder.

Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.

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