Coronakrise EZB rechnet mit Aufschwung im Sommer

Laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde befindet sich die europäische Wirtschaft auf dem Weg aus der Krise. Die EU-Staaten müssten aber weiter entschlossen handeln.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde

EZB-Präsidentin Christine Lagarde

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ARMANDO BABANI/EPA-EFE/Shutterstock

Nach dem vom Coronavirus ausgelösten Wirtschaftseinbruch erwartet Christine Lagarde einen Aufschwung der europäischen Konjunktur im Sommer. Das sagte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank auf einer Online-Pressekonferenz nach dem Leitzinsbeschluss.

Allerdings sei die wirtschaftliche Erholung noch in einem frühen Stadium und uneinheitlich, so Lagarde. Es seien kraftvolle Anstrengungen aller 27 EU-Staaten nötig, um die Konjunkturerholung zu begleiten.

Sie rief die Staats- und Regierungschefs auf, sich auf ein Wiederaufbauprogramm zu einigen. Während des EU-Gipfels, der am Freitag beginnt, werden diese über ein solches Programm beraten.

Außerdem plane man, das Anleihenprogramm PEPP womöglich über das gesamte Volumen auszuschöpfen.

Mehrere Ökonomen hatten zuletzt die Erwartung geäußert, dass die Talsohle in der Krise womöglich inzwischen durchschritten sei.

Jüngste Konjunkturdaten zeigten ebenfalls eine Erholung an. So zog der Umsatz der Einzelhändler dank der Lockerungen zuletzt an. Auch die Industrie fährt ihre Produktion wieder hoch.

Nach wie vor gefährdet aber das Risiko einer zweiten Pandemiewelle die Erholung.

bah/Reuters
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