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ARBEITSMARKT Fachkräftelücke wird größer

aus DER SPIEGEL 36/2007

Einen erheblichen Mangel an Fachkräften und Hochschulabsolventen prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das zur Nürnberger Bundesagentur für Arbeit gehört. Bis zum Jahr 2015 könne es »auf dem Arbeitsmarkt für Akademiker und bei betrieblich ausgebildeten Fachkräften zu einer Mangelsituation kommen«, heißt es in einer neuen Studie. So steige der Bedarf an Hochqualifizierten wegen des Wandels zur Informations- und Wissensgesellschaft in den nächsten Jahrzehnten »sowohl in relativen als auch in absoluten Größen« an. Ab 2020, so die Analyse, scheide ein Großteil der Fachkräfte der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Berufsleben aus. Die nachrückende Generation sei im Schnitt zu gering qualifiziert. So erwerben in der Bundesrepublik nur 20 Prozent eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss, so wenig, wie in kaum einem anderen Industrieland. Um die wachsende Lücke zwischen Fachkräftebedarf und -angebot zu schließen, empfehlen die Institutsforscher zusätzliche Anstrengungen bei der Hochschulförderung, der betrieblichen Weiterbildung sowie der Beschäftigung von Älteren und Frauen. Zudem müssten mehr ausländische Fachkräfte nach Deutschland geholt werden, etwa durch die »gezielte Steuerung der Zuwanderung nach dem Vorbild Kanadas oder Australiens« oder durch die »Absenkung der Einkommensgrenzen für qualifizierte Zuwanderer«.

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