Toter Russe Die Wahrheit hinter den Magnitski-Sanktionen der USA

Der Tod des Russen Sergej Magnitski in einem Moskauer Gefängnis hat die Weltpolitik bewegt. Die USA glauben an Mord und verhängten Sanktionen. Ihr Zeuge ist der Investor Bill Browder - doch dessen Geschichte hat Lücken.
Er nennt sich "Putins Feind Nummer 1": William Felix Browder in London

Er nennt sich "Putins Feind Nummer 1": William Felix Browder in London

Foto: Chris Gloag/ WirtschaftsWoche

Der einstige Milliarden-Investor Bill Browder hat erwirkt, dass die USA Sanktionen gegen russische Beamte verhängen. Die Regierung in Washington beruft sich dabei auf den Fall von Browders Steuerprüfer Sergej Magnitski, der 2009 in russischer Haft starb.

Browder schildert das Geschehen als perfides politisches Mordkomplott. Diese Geschichte ist seine Eintrittskarte in die Politik, deshalb empfangen ihn Abgeordnete und Diplomaten. Browder will weitere Sanktionsgesetze in anderen Ländern erreichen. Im Mai war er in Berlin im Kanzleramt.

Doch ist die Geschichte wahr, die Browder erzählt? Der SPIEGEL hat über Monate unzählige Dokumente ausgewertet, überprüft und dann in London bei Browder um die Klärung von Widersprüchen und Ungereimtheiten gebeten. Ist der Westen womöglich einem Blender aufgesessen?

Die Magnitski-Recherche finden Sie hier: Story ohne Held