Fernsehen Geldstrafe drückt Gewinn von ProSiebenSat.1

Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 muss tief in die Tasche greifen: Eine millionenschwere Kartellstrafe und die teure Übernahme der Senderkette SBS haben den Gewinn im vergangenen Jahr massiv geschmälert.


Hamburg - Das Jahr 2007 kommt ProSiebenSat.1 Chart zeigen teuer zu stehen. Die Sendergruppe leidet unter einer Kartellbuße von 120 Millionen Euro und den Kosten für die Integration der Sendergruppe SBS. Der Gewinn des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr mehr als halbiert und sank von 240,7 auf 89,4 Millionen Euro. Damit blieb die Sendergruppe deutlich hinter den Erwartungen zurück.

ProSiebenSat.1: Gewinn mehr als halbiert
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ProSiebenSat.1: Gewinn mehr als halbiert

Ohne das Bußgeld des Kartellamts wäre der Gewinn deutlich höher ausgefallen. Die Sendergruppe hatte wie der Konkurrent RTL große Kunden beim Vermarkten von Werbezeiten begünstigt. Der Konzern musste 120 Millionen Euro Bußgeld bezahlen und stellte die Modalitäten seiner Werbezeiten um.

Im Juli 2007 hatte der Konzern die europäische Sendergruppe SBS Broadcasting übernommen. Belastungen durch die Übernahme schmälerten den Gewinn von ProSiebenSat.1 ebenfalls. Andererseits sei es gelungen, die Sendergruppe zu konsolidieren, gab das Unternehmen bekannt. Deshalb sei der Umsatz um 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen.

cvk/Reuters/dpa/ddp



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