Kurz vor Stilllegung Atomreaktor in Fessenheim fährt ungeplant herunter

In der kommenden Woche soll Frankreichs ältestes Atomkraftwerk endgültig stillgelegt werden. Nun hat es am AKW Fessenheim eine automatische Abschaltung gegeben.
AKW Fessenheim: Der Vorfall könne mit einem Gewitter zusammenhängen

AKW Fessenheim: Der Vorfall könne mit einem Gewitter zusammenhängen

Foto: Patrick Seeger/ dpa

Wenige Tage vor der geplanten Stilllegung des AKW im elsässischen Fessenheim ist der noch verbleibende Reaktor ungeplant heruntergefahren worden. Die automatische Abschaltung habe sich am Freitagvormittag ereignet, teilte Betreiber EDF mit .

Das Team des Kraftwerks arbeite daran, die Ursache zu finden und bereite sich auf einen Neustart des Druckwasserreaktors vor, hieß es in der Mitteilung. Dieser sei für Samstagvormittag geplant. Über dem Kraftwerk am Rhein könnten nicht-radioaktive Dampfwolken sichtbar sein, teilte EDF mit.

Der Vorfall könne mit einem Gewitter zusammenhängen, das zu dem Zeitpunkt über Fessenheim hinwegzogen sei, berichtete der Radiosender France Bleu online.

Frankreichs ältestes noch laufendes Kraftwerk soll in der kommenden Woche endgültig stillgelegt werden. Nach Angaben des Betreibers wird der verbleibende Reaktor am späten Montagabend heruntergefahren. Der erste Druckwasserreaktor war bereits Ende Februar vom Netz genommen worden. Kritikern galt das Kraftwerk an der Grenze zu Baden-Württemberg schon seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko.

kko/dpa
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